Kindergarten in der Endlos-Warteschleife
27.11.2007 | 19:56 Uhr 2007-11-27T19:56:49+0100BAUVORHABEN. Einrichtung an der Von-Gahlen-Straße soll jetzt ausgeschrieben werden. Nach 15 Jahren Wartezeit.
GERRESHEIM. FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sparte nicht mit Kritik: "Wenn wir noch lange warten, können wir auch ein Seniorenheim daraus machen." Was die Politikerin gestern im Jugendhilfeausschuss so aufbrachte, ist der mittlerweile seit 15 Jahren versprochene Neubau eines Kindergartens an der Von-Gahlen-Straße.
Wie berichtet, liegt das Geld bereit, vier Generationen von Mädchen und Jungen ist das Haus, das 60 Plätze bieten soll, bereits vorenthalten worden. Gerüchte, dass die Ausschreibung gestoppt sei, machten die Runde. Und wurden gestern von der Verwaltung in Abrede gestellt. "Wir arbeiten daran, Anfang 2008 ist sie fertig", hieß es gestern im Fachausschuss von Seiten des Amtes für Immobilienmanagement.
Ein lapidare Satz, der nicht nur die Jugendhilfe-Politiker aufbrachte. "Es ist kaum vermittelbar, dass angeblich seit 1995 an den Plänen gearbeitet wird", goss Martin Volkenrath (SPD) Öl ins Feuer. Und das Stadtteilparlament im Osten der Stadt verlangte gestern einmütig in einem Dringlichkeits-Beschluss, dass die Verwaltung noch im Januar einen Sachstands-Bericht auf ihre Tische legt.
Die Zeit drängt: Zurzeit sitzt der städtische Kindergarten auf gepackten Koffern in angemieteten Räumen der katholischen Kirche. Ende November zieht er ins Bürgerhaus am Aloys-Odenthal-Platz. Eine Notlösung, weil mit dem geforderten Neubau noch immer nicht begonnen wurde. (A.K./ups)
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