Kein Urteil über fristlose Kündigung eines LKA-Mannes

Ohne Urteil hat das Arbeitsgericht über die fristlose Kündigung eines LKA-Mitarbeiters (53) verhandelt, der seinen Vorgesetzten (60) am Telefon mit den Worten bedroht haben soll: „Ich stech‘ dich ab!“ Der entlassene Mann bestreitet den Anruf, sieht sich nach jahrelangen Querelen in der Behörde als Opfer einer Intrige. Als Zeuge hat sein vorgesetzter Verwaltungsleiter seine Vorwürfe gestern aber bekräftigt. Er gab an, den 53-Jährigen an der markanten Stimme erkannt zu haben. Angeblich gab sich der Anrufer auch namentlich zu erkennen. Den Verdacht führt der Verwaltungsleiter noch auf weitere Punkte zurück. So habe der Anrufer bestimmte behördeninterne Kenntnisse geäußert. Ob das insgesamt aber zwingend ergibt, dass nur der 53-Jährige der Anrufer gewesen sein kann, wollen die Richter noch prüfen. Speziell das schriftliche Protokoll der Aussage seines Vorgesetzten, den die Kammer als „grundsätzlich glaubhaft“ einstufte und dessen Schilderungen „nachvollziehbar“ seien, soll erneut gesichtet und bewertet werden.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE