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Prozess

K.O.-Tropfen in der Männersauna?

25.10.2012 | 12:00 Uhr
K.O.-Tropfen in der Männersauna?

Düsseldorf. Der Sekt soll es gewesen sein, der den 50-Jährigen in der Männersauna außer Gefecht setzte. Zwei junge Männer sollen ihm K.O.-Tropfen hineingetan, ihn in seine Wohnung geschleppt und die ausgeräumt haben. Der 29-Jährige und der 30-Jährige stehen seit gestern wegen Raubes und Körperverletzung vor dem Landgericht.

Bargeld, ein Laptop, Silber-Besteck und mehrere wertvolle Uhren sollen die Angeklagten mitgenommen haben, nachdem sie den hilflosen Mann in seine Wohnung gelotst hatten. Die Angeklagten gaben aber nur zu, den Mann bestohlen zu haben. Ins Getränk hätten sie ihm nichts getan: „Wenn ich so etwas gesehen hätte, hätte ich es nicht zugelassen“, beteuerte der 29-Jährige. Der 50-Jährige sei aber sehr betrunken gewesen.

Sie hätten ihn an dem 10. März 2012 in der Sauna kennengelernt, sagten sie. Er habe sie dann auf die Party begleiten wollen, auf der sie später noch verabredet waren. Weil der 50-jhrige kein Geld mehr hatte, habe der 30-Jährige seine Rechnung in der Sauna bezahlt, dann seien sie zur Wohnung des 50-Jährigen an der Straße Am Hackenbruch gefahren, damit der Geld holen konnte.

„Drogen üblich“

Dort angekommen, habe der es sich anders überlegt, die jungen Männer gebeten, noch bei ihm zu bleiben. Während er und der 29-Jährige sich im Schlafzimmer näher kamen, habe der andere im Wohnzimmer gewartet, vor allem, weil er sein Geld zurückhaben wollte. Während der Wartezeit habe er dann die Wertgegenstände in der Wohnung betrachtet, schließlich einige davon eingesteckt. Der 29-Jährige sei dazugekommen, nachdem der Gastgeber eingeschlafen war, habe dann bei dem Diebstahl mitgemacht.

Bei dem Opfer war ein Mittel im Blut gefunden worden, das Bestandteil von K.O.-Tropfen sein könnte. Der Verteidiger wies darauf hin, dass in Homosexuellen-Kreisen diverse Drogen üblich sind. Das könne möglicherweise diesen Stoff im Blut de mutmaßlichen Opfers erklären.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Katharina Rüth



Kommentare
25.10.2012
13:29
K.O.-Tropfen in der Männersauna?
von Schustersrappen | #1

Am Besten ist der Spruch: Der Verteidiger wies darauf hin, dass in Homosexuellen-Kreisen diverse Drogen üblich sind. Ja ne, is klar. Unglaublich.

Die nehmen doch alle täglich sämtliche Drogen. Nur so können die ihr schlimmes Schwulsein ertragen. So hätte er das auch formulieren können.

Wenn der Richter darauf reinfällt, kann man den genauso vergessen.

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