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Sicherheitskonferenz

Jugendgewalt steigt auch in Düsseldorf

17.01.2008 | 18:12 Uhr

OB Joachim Erwin und Polizeichef Herbert Schenkelberg suchen nach Lösungen.

Die Zahl der jungen Serientäter, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, ist im vergangenen Jahr offenbar deutlich angestiegen. Dies ist eine erste Einschätzung des Polizeipräsidiums. Eine genaue Analyse wird gerade erstellt. Polizeipräsident Herbert Schenkelberg schlug erst vor wenigen Tagen auf dem Titularfest Alarm. Er wies darauf hin, dass die Polizei allein im Jahre 2006 über 300 Jugendliche ermittelt hat, die mehr als fünf Straftaten begangen haben sollen. „Die Zeit drängt, weil sich die Probleme eher noch verschärfen werden”, mahnte er. Jetzt wird das Thema auf höchster Ebene angepackt. Schenkelberg und Oberbürgermeister Joachim Erwin treffen sich am 27. März zu einer „Sicherheitskonferenz” im Rathaus. Die Bekämpfung der Jugendkriminalität steht ganz oben auf der Liste der drängendsten Probleme. Erwin und Schenkelberg wollen gemeinsam ausloten, was Stadt und Polizei noch tun können, damit junge Menschen nicht kriminell werden. Die Polizei-Statistik 2006 gibt folgendes Bild wieder: 641 Kinder und 2255 Jugendliche wurden als Verdächtige ermittelt. Die Zahl der Mehrfach-Täter (unter 21), die innerhalb eines Jahres mindestens fünf Mal kriminell wurden, stieg zwischen 2004 und 2006 von 185 auf 301. Der Anteil derjenigen, die dabei auch Gewalt angewendet oder angedroht haben, lag damals bei etwa einem Drittel. Er soll inzwischen aber bei über 50 Prozent liegen. Das würde heißen: Die Gewaltbereitschaft junger Krimineller nimmt zu.

Michael Mücke

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