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Prozess

Joggerin rennt vor Glaswand und verklagt Hotel

03.01.2013 | 13:02 Uhr
Joggerin rennt vor Glaswand und verklagt Hotel
Eine Frau aus Süddeutschland hat ein Düsseldorfer Hotel verklagt: Sie war in dem Haus gegen eine Glaswand gerannt und hatte sich die Nase gebrochen.Foto: Uwe Schaffmeister / WAZ Fotopool

Düsseldorf.   Eine Glaswand am Ende des Treppenhauses stoppte den Lauf einer Hotelbewohnerin: Die wollte zum Dauerlauf aufbrechen und übersah die Glasscheibe. Jetzt will die Frau Schmerzensgeld, sie hat das Düsseldorfer Hotel vor dem Amtsgericht verklagt.

Eine morgendliche Joggingrunde sollte ihrer Fitness dienen. Doch bevor die Hotelbewohnerin aus Süddeutschland mit ihrer Sportübung richtig beginnen konnte, wurde sie stattdessen außer Gefecht gesetzt: Eine Glaswand am Ende des Treppenhauses stoppte ihren Lauf und brach ihr die Nase. Jetzt will sie Schmerzensgeld, hat das Hotel vor dem Amtsgericht verklagt.

Am Morgen des 3. Juni 2011 brach die Endvierzigerin zum Lauf auf, nutzte dafür ein seitliches Treppenhaus ihrer Unterkunft am Seestern. Die Treppe endete vor einer geschlossenen Notausgangstür und einer bis zum Boden reichenden Glasfläche, die die Joggerin aber nicht wahrnahm. Statt direkt ins Freie zu treten, prallte aus dem vollen Lauf mit dem Gesicht gegen die Scheibe.

2000 Euro verlangt die Klägerin dafür, dass sie nicht nur einen „Pyramidenfraktur“ des Nasenbeins erlitt, sondern auch eine blutende Wunde auf der Nase, Prellungen mit großflächigen Hämatomen im Gesicht sowie erhebliche Schmerzen. Außerdem will sie ihre Anwaltskosten ersetzt haben. Ihr Vorwurf: Die Glaswand sei nicht als solche erkennbar gewesen, habe keinerlei Kennzeichnung gehabt.

Hotel sieht sich nicht in der Haftung

Das Hotel wehrt sich gegen diese Forderung, sieht sich nicht in der Haftung für den Unfall. Es sei zwar richtig, dass die Scheibe damals nicht gekennzeichnet war. Heute ist der Name des Hotels auf dem Glas zu lesen. Aber auch vorher, ohne den Schriftzug, habe man erkennen können, dass es sich um eine Glasscheibe handelt. Die Fläche sehe auch nicht aus wie eine Tür. Zudem habe die Frau doch wissen können, dass es sich um einen Notausgang in einem Seitentreppenhaus handelte. Vor allem aber gebe es keine Verpflichtung, Glasflächen zu kennzeichnen.

Am 15. Januar wird das Gericht über den Fall verhandeln.

Katharina Rüth

Kommentare
04.01.2013
01:01
Joggerin rennt vor Glaswand und verklagt Hotel
von bearny67 | #32

Aaaalso,
ich würd mal so saachen:
Sport iss ja nu Mord, ne?
Und wäre dat Madamchen inne Kneipe gegangen anstatt da rumzueiern,
hättese höxtens gegen...
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2013-01-03 13:02
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