Jetzt geht das Streusalz in Düsseldorf aus
15.12.2010 | 17:19 Uhr 2010-12-15T17:19:00+0100
Düsseldorf.Nachdem der Deutsche Wetterdienst für Donnerstag eine Unwetterwarnung auch für Düsseldorf herausgegeben hat, haben die Stadtreinigung, die Rheinbahn und der Airport weitere Vorkehrungen getroffen.
Alles ist möglich: Verwehungen, Glatteis, bis zu zehn Zentimeter Schnee, auch Schneeregen. Vor allem am Nachmittag und am Abend kann der Verkehr stark beeinträchtigt werden. Betroffen sind die Autofahrer, der öffentliche Nahverkehr und der Flughafen. „Da kommt was auf uns zu“, kündigt Awista-Sprecher Ralf Böhme an. Und das auch aus einem anderen Grund: In Düsseldorf ist das Streusalz knapp geworden.
Lieferungen
bleiben aus
Aufgrund der extrem starken Nachfrage in ganz Deutschland wird derzeit nur ein Drittel der bestellten Menge nach Düsseldorf gebracht. „Obwohl wir diesmal sogar mit zwei Lieferanten Verträge abgeschlossen hatten, nützt uns das jetzt nichts“, so Böhme. Wir kriegen bei weitem nicht so viel, wie wir wollen. Diese Woche erwarten wir sechs Lkw-Ladungen. Aber keiner weiß, ob die Transporter wirklich kommen.“
Die Salzvorräte reichen nur noch für wenige Tage. Der Chef des Winterdienstes hat deshalb entschieden, dass ab morgen nur noch auf den wichtigen Hauptverkehrsstraßen Salz gestreut wird,. Auf den anderen Straßen wird der Schnee mit Pflügen weggeschoben und Split gegen die Glättegefahr eingesetzt. Böhme: „Für schwarze Straßen werden wir dann nicht mehr sorgen können.“
Die 180 Mitarbeiter des Winterdienstes wurden bereits über die Unwetterwarnung informiert und in Bereitschaft versetzt. Nach den Prognosen soll es bis sechs Uhr trocken bleiben. Die ersten Flocken sollen gegen neun Uhr fallen. Ab Nachmittag wird mit starkem Schnee gerechnet.
Der Airport kann die Situation noch nicht eindeutig einschätzen, bereitet sich aber auf eine mögliche Stilllegung des Flugverkehrs vor. Nach der Unwetterwarnung hat der Flughafen heute Nachmittag Airlines und zuständige Behörden zu einer „Einsatzbesprechung“ zusammengetrommelt. Tenor: „Wenn es ganz schlimm wird, müssen wir den Flugbetrieb zeitweise einstellen. Sicherheit hat Vorrang“, betont Airport-Sprecher Christian Hinkel. Für den Winterdienst sind alle 60 Einsatzkräfte vor Ort. Außerdem wurden 25 Sattelschlepper geordert, um die Schneemassen weg zu schaffen. Ebenso 200 Feldbetten, auf denen gestrandete Urlauber übernachten können. Auch für die Verpflegung wird gesorgt.
25 Sattelschlepper und
200 Notbetten geordert
Die Rheinbahn will ihren Linienverkehr so lange wie möglich aufrechterhalten. Wenn es sein muss, werden wir uns aber auf einigen Strecken zurückziehen, um wenigstens ein Kernnetz in Betrieb zu halten“, so Sprecher Georg Schumacher. Die Stadtbahnen sollen auf jeden Fall fahren, obwohl die angekündigten Schneeverwehungen vor allem auf den weniger windgeschützten Strecken der Linien U 78, U 79 U 76 und U 77 und 712 so manchen Zug stoppen könnten. Schumacher: „Notfalls müssen wir die Gleise mit der Schippe frei machen.“
Besonders hart kann es die 40 Buslinien Richtung Kreis Mettmann treffen. Dort soll noch viel mehr Schnee fallen. Die Rheinbahn kann nicht ausschließen, dass die eine oder andere Linie eingestellt werden muss.
01:38
Meiner Frau und mir gefallen vor allem die geschönten offiziellen Sprachregelungen der beamteten Verantwortlichen:
In Köln, beispielsweise, wird nur noch ein differenzierter Streudienst praktizierert. Im Klartext: Alle Nebenstraßen werden , selektiv, nicht mehr geräumt. Na, dann warten wir mal ab wie das Schneetief Petra die Zivilisation außer Kontrolle bringt.
22:33
Ach, wozu Salz streuen - es haben doch alle Winterreifen. Wozu also noch diese Geldverschwendung und Umweltsünde.