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Jecken verspotten SPD und Kölner Kommunalpolitik

15.02.2010 | 13:16 Uhr
Jecken verspotten SPD und Kölner Kommunalpolitik

Düsseldorf. Nun rollt auch der Zoch in Düsseldorf. Wagenbau-Künstler Jacques Tilly zielt mit seinen politischen Mottowagen diesmal auf den alten Dinosaurier SPD, den Weltretter Obama sowie auf Silvio Berlusconi und die Mafia. Der Kauf der Steuersünder-CD wird als Sündenfall dargestellt.

Ritter Gabriel ist bereit zur Attacke. Seine Partei aber ist am Boden.

Der Düsseldorfer Umzug rollt seit 12.35 Uhr. Unter dem diesjährigen Motto „Jeck we can!“ ziehen 69 Wagen, 40 Kapellen und 5500 Jecken durch die Stadt. Der Zugweg ist fünf Kilometer lang. Die Karnevalsgesellschaften wollen rund 50 Tonnen Wurfmaterial unters närrische Volk bringen.

Für Aufsehen sorgen erneut die launigen Entwürfe von Jacques Tilly, inhaltlich und künstlerisch (mit-)verantwortlich für die politischen Mottowagen. So rollt am Rosenmontag der erschöpfte Dinosaurier SPD durch die landeshauptstadt. Auf dem alten Viech will der Parteivorsitzender Ritter Sigmar Gabriel eine Attacke reiten.

Berlusconi beim Liebesspiel... mit einem Mafiosi

Obama stellt sich und die Welt auf den Kopf.

Unter dem Titel "Der Sündenfall" ist vor dem Baum der Erkenntnis Angela Merkel zu sehen, die gierig ins Maul der Schlange greift: Die nämlich verführt die Kanzlerin mit der Steuersünder-CD. Auf einem anderen Wagen stellt sich Barack Obama als Weltretter auf den Kopf. Auch den italienischen Ministerpräsidenten machen die Düsseldorfer zum Gespött der Narren: Der Berlusconi aus Pappmaché wird beim Liebesspiel gezeigt, allerdings nicht mit jungen Damen, sondern mit einem Mafiosi.

Und natürlich bekommen in Düsseldorf auch die Nachbarn aus Köln ihr Fett weg. Vor dem Hintergrund des U-Bahn-Bauskandals küsst ein blinder Kölner Jeck den blanken Hintern einer Möhne.

Rüdiger Hoff, DerWesten

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