In Düsseldorf gibt es gute Chancen auf eine Lehrstelle

Die Agentur für Arbeit.
Die Agentur für Arbeit.
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Was wir bereits wissen
Keine Perspektive? Von wegen! Der Ausbildungsmarkt in Düsseldorf bietet weiterhin gute Chancen für Bewerber.

Düsseldorf..  Wirtschaft und Verwaltung haben der Agentur für Arbeit in den letzten sechs Monaten 3543 Lehrstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren dies 319 Ausbildungsplätze oder acht Prozent weniger. „Trotz dieses Rückgangs können im Schnitt 100 junge Menschen aus 124 Ausbildungsangeboten auswählen. Dies ist ein Spitzenwert in NRW. Dennoch werden wir alles unternehmen, um das Angebot zu steigern“, sagt Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit. Schüßler empfiehlt den Bewerbern flexibel zu sein und nicht nur auf den Traumberuf zu setzen. Damit vergrößern sich deutlich die Chancen. Den Betrieben rät er, bei der Auswahl des Berufsnachwuchses potenzialorientiert vorzugehen.

Sie sollten in ihre Auswahl auch diejenigen einbeziehen, die auf den ersten Blick nicht allen Anforderungen entsprechen. „Ich weiß durch meine Gespräche mit Ausbildungsleitern, dass viele Bewerber, die formal nur ‚in der zweiten Reihe stehen‘ oder schon älter sind, sich in der Ausbildung als engagiert und zuverlässig und später als wertvolle Fachkraft erweisen.“ Der überwiegende Teil der Ausbildungsstellen findet sich weiterhin in den klassischen kaufmännischen Ausbildungsberufen wie Kaufmann/-frau für Büromanagement und Kaufmann/-frau im Einzelhandel. Aber auch Koch und Zahnmedizinische Fachangestellte gehören zu den am meisten gemeldeten Ausbildungsstellen.

2853 Bewerber nutzten die Hilfen der Agentur

Dies entspricht der Struktur des Ausbildungsmarktes, die seit Jahren konstant ist. In den vergangenen sechs Monaten nutzten 2853 Bewerber die Hilfen der Agentur. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 136 junge Menschen mehr oder ein Plus von fünf Prozent. Neben den schulischen Anforderungen sind die persönlichen Kompetenzen in den Schlüsselqualifikationen, insbesondere Teamfähigkeit und kommunikative Fähigkeiten, immer wichtiger im Einstellungsverfahren. „Die gestiegene Zahl zeigt, dass die Bewerber in diesem Jahr frühzeitiger reagieren und ihre Chancen in der Ausbildung nutzen möchten. Die Jugendlichen verhalten sich da sehr vernünftig. Der Besuch einer weiterführenden Schule ist nicht in jedem Fall der Königsweg“, so Schüßler.

Von den 2853 gemeldeten Bewerbern sind bereits 1226 versorgt, wobei einige eine Alternative - zum Beispiel einen weiterführenden Schulbesuch - im Herbst anstreben. Den aktuell 1625 noch suchenden Jugendlichen (902 männlich, 723 weiblich) stehen 2259 offene Ausbildungsstellen gegenüber, insbesondere im Bereich des Handwerks, in der Hotel- und Gaststätten-Branche sowie in der Pflege.