Immobilien sind ein Milliardengeschäft
22.02.2011 | 17:36 Uhr 2011-02-22T17:36:00+0100
Düsseldorf. In Spitzenlagen wie dem Zooviertel und Niederkassel werden bis zu 1250 Euro pro Quadratmeter Bauland verlangt, in Rath sind es „nur“ 490 Euro
Mit der angekurbelten Konjunktur ziehen auch die Immobilienpreise in Düsseldorf wieder an. Insgesamt 5766 Grundstücke und Immobilien wechselten 2010 den Besitzer, das entspricht einer Steigerung von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz in Höhe von 2,55 Milliarden Euro weist dabei ein Plus von zwölf Prozent aus. Damit bleibt Düsseldorf im Großstadtvergleich der teuersten Pflaster hinter München und Hamburg die Nummer drei. Das hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte jetzt ermittelt.
So sind die Preise für unbebaute Flächen gegenüber 2009 geklettert: Einfamilienhaus-Grundstücke sind um neun Prozent teurer geworden, Areale für Mehrfamilien- oder Geschäftshäuser um fünf Prozent. Lediglich die Preise für Gewerbe- und Industriegrundstücke stagnieren. „Nach der Wirtschaftskrise der Jahre 2008/09 hat sich der in Düsseldorf über Jahre stabile Immobilienmarkt weiter gefestigt. Die Marktpreise befinden sich weiter auf hohem Niveau“, sagt Wilfried Mann, Vorsitzender des Gutachterausschusses.
Spitzenreiter bleibt die Kö
In Spitzenlagen wie dem Zooviertel und Niederkassel lagen die Preise für ein Einfamilienhaus-Grundstück bei 650 bis 1250 Euro pro Quadratmeter Bauland. In Holthausen, Rath, Flingern und Wersten hingegen waren diese für 290 bis 490 Euro zu haben. Spitzenreiter für Büro- und Geschäftshausgrundstücke bleibt die Kö mit bis zu 15 200 Euro pro Quadratmeter Grund und Boden. Am günstigsten waren solche Areale in Heerdt und Oberbilk mit Preisen von 1350 bis 1400 Euro.
Bei den bebauten Grundstücken ist ebenfalls eine Steigerung zu registrieren. Bei Einfamilienhäusern schnellten die Preise um 5,9 Prozent und bei Reihenhäusern um 2,1 Prozent in die Höhe. In „einfachen Lagen“ wie Garath und Reisholz liegt der Richtwert für ein Einfamilienreihenhaus aus dem Baujahr 1970 bei 1800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. In den Top-Lagen Stockum, Zooviertel und Niederkassel waren dagegen bis zu 5200 Euro zu berappen. Bei den Eigentumswohnungen der Baujahre 1948 bis 2000 ist ein Preisanstieg um 5,4 Prozent zu verzeichnen. Bei denjenigen mit einem Alter von höchstens zehn Jahren sind die Preise um 1,7 Prozent gestiegen. In mittleren Lagen wie Mörsenbroich wurden Werte für Eigentumswohnungen aus dem Jahr 1980 für 1750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ermittelt. Spitzenreiter sind hier Objekte in Oberkassel, die bei 3700 Euro pro Quadratmeter liegen. In Garath und Reisholz waren sie ab 1200 Euro zu bekommen.
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