Hunnen riefen ein letztes Mal „Ahura Aghni“

Eller..  Etwas Besonderes im Karneval bieten, das war die Idee, als Heidemarie Zahn vor 20 Jahren die Elleraner Hunnen gründete. Mit Erfolg: Schwarze Lederschürzen mit glänzenden Nieten, Schulterumhänge aus puscheligen Fuchsschwänzen, große Kopfbedeckungen aus Tierfellen – und das zusammengehalten von metallischen Schnallen und Klemmen: Die Elleraner Hunnen fallen beim Karneval auf zwischen all den Cowboys, Prinzessinnen, Clowns und Piraten. Gestern marschierten sie zum letzten Mal beim Veedels-Zoch mit. Die Gruppe löst sich auf. „Wir haben Nachwuchsprobleme“, sagt Heidemarie Zahn, die beim Finale eine voluminöse Perücke trug.

Los ging es gestern an der Schlesischen Straße über der Gertrudisplatz bis zur Vennhauser Allee. Bereits gegen 12 Uhr hatte das Düsseldorfer Prinzenpaar die Elleraner Jecken begrüßt, es folgte auf der Bühne am Gertrudisplatz ein buntes Programm. 30 Gruppen marschierten mit. Die Hunnen bildeten eine der größten. „Bei unserer Premiere vor 20 Jahren kamen wir uns noch mutterseelenallein vor“, sagt Heidemarie Zahn lachend. Aber mit jedem Jahr wuchs die Teilnehmerzahl.

Der Veedels-Zoch Eller muss im nächsten Jahr ohne die Hunnen auskommen. Gestern aber riefen sie und ihr Gefolge noch oft der Schlachtruf der Hunnen durch Eller: „Ahura Aghni“.