Hotels in der Krise
11.08.2009 | 18:49 Uhr 2009-08-11T18:49:00+0200Die Hotels stecken in der Krise. Was sich vor Monaten abzeichnete, ist nun handfest belegt durch aktuelle Zahlen.
„Die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie das schwache Messejahr haben die Hotellerie in Düsseldorf und im Kreis Mettmann stark erwischt.” So lautet die Bilanz für das erste Halbjahr, die Alarik Graf Wachtmeister zieht, der Vorsitzende des IHK-Tourismus-ausschusses und General Manager der Holiday Inn Hotels in Düsseldorf. „Über die Hälfte der Hotelbetriebe berichtet über eine schlechte Geschäftslage, fast keiner mehr über eine gute Entwicklung”, umreißt Wachtmeister die Lage.
Beteiligt hat sich an der aktuellen IHK-Umfrage die Rekordzahl von 117 Betrieben (87 aus Düsseldorf, 30 aus dem Kreis Mettmann) mit einem Jahresumsatz von zusammen knapp 300 Millionen Euro, rund 4000 Mitarbeitern und einer Kapazität von mehr als 10 000 Zimmern.
Einmal mehr zeigt sich, wie abhängig das Beherbergungsgewerbe von den Geschäftsreisenen und dem Messezyklus ist. „Und das gilt nicht nur für die Landeshauptstadt, sondern auch für das Neanderland”, sagt Wachtmeister.
So berichte fast jeder Betrieb über einen rückläufigen Umsatz bei den Geschäftsreisenden. Der verhältnismäßig sehr viel kleinere Umsatz aus dem Geschäft mit Touristen sei dagegen bei jedem dritten Hotel stabil geblieben. Über 90 Prozent der Betriebe beklagten daher eine rückläufige Zimmerauslastung: Nach 65 Prozent im Vorjahreszeitraum und noch 60 Prozent im zweiten Halbjahr 2008 habe sie in den ersten sechs Monaten 2009 nur noch bei durchschnittlich 55 Prozent gelegen.
Kleiner Hoffnungsschimmer: Es sieht so aus, als sei mit den Sommermonaten der Tiefpunkt erreicht. Die Geschäftserwartungen haben die Talsohle offenbar hinter sich.
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