Hotel-Chef soll rund 5000 Euro veruntreut haben

Als ehemaliger Chef eines Altstadt-Hotels musste ein Familienvater (40) gestern unter Betrugs- und Untreue-Verdacht vors Amtsgericht. Laut Anklage soll er Überweisungen von Hotelgästen durch Umbuchungen nicht an seinen Arbeitgeber abgeführt, sondern soll 9000 Euro auf das Konto einer Bekannten umgeleitet und von dort in die eigene Tasche gesteckt haben. Diese Vorwürfe will der Ex-Hotelier aber nicht auf sich sitzen lassen. Er gab zu, dass alle drei Rechnungsbeträge von Gästen damals nicht direkt auf das Hotelkonto eingezahlt wurden, sondern auf das Konto einer Frau. Doch das sei damals alles nur auf Wunsch der Eigentümer so gemacht worden, weil jene Gelder steuerlich nicht als Einnahmen des Hotels erscheinen sollten – zumal die Beträge formell sowieso einer Zimmer-Agentur, mit der das Hotel damals zusammenarbeitete, zugestanden hätten. Als Hotel-Chef wurde der Angeklagte kurz danach aber gefeuert und jetzt angeklagt. Ob seine Schilderungen richtig sind, will der Richter überprüfen.