Hooligan wegen versuchten Totschlags angeklagt

Drei Monate nach der brutalen Würgeattacke auf einen Polizisten im Essener Hauptbahnhof hat die Staatsanwaltschaft einen Hooligan aus Düsseldorf wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Dem 24-Jährigen wird vorgeworfen, nach dem Spiel Rot-Weiss Essen gegen Fortuna am 14. November den Beamten von hinten angegriffen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Der 36-Jährige erlitt „erhebliche Verletzungen am Kehlkopf und am Hals“. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Hooligan sein Opfer töten wollte. Dafür sprächen die Brutalität und die Dauer des Angriffs, heißt es. Der 24-Jährige sei wegen Körperverletzungen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte bei Ausschreitungen vor oder nach Fußballspielen schon in der Vergangenheit aufgefallen.

Nach einem ersten Bericht der Polizei hatten am 14. November rund 50 Düsseldorfer Hooligans eine Gruppe von Bundespolizisten im Essener Hauptbahnhof angegriffen. Wie die NRZ berichtete, wanderte der Düsseldorfer wenige Tage nach der Randale in Untersuchungshaft.