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Hochdahler Markt erneut im Rat

14.01.2009 | 22:35 Uhr

ANTRAG. Die SPD will die "Luxussanierung" noch stoppen und hofft, CDU und FDP nun überzeugen zu können.

ERKRATH. Noch ist die Sanierung des Hochdahler Marktes nicht vom Tisch. SPD und BmU unternehmen einen weiteren Anlauf, CDU und FDP von einer preiswerteren Variante zu überzeugen. Die beschlossene Luxussanierung sei die teuerste und verändere das gewohnte und beliebte Erscheinungsbild des Marktes. Außerdem lehnten die Hochdahler sie ab. "Es ist völlig überzogen und angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Stadt auch überhaupt nicht finanzierbar, diese Variante weiter zu verfolgen", so SPD-Frkationschef Detlef Ehlert in seinem Antrag für die Ratssitzung am 21. Januar.

Die vorgesehene Runderneuerung des Marktes soll mehr als 1,2 Millionen Euro kosten - Geld, das Erkrath besser in die Schulen stecken sollte, fordert Ehlert.

Anlieger des Hochdahler Marktes lehnen die Pläne glatt ab - das haben sie bereits mehrfach geäußert, nicht zuletzt in einer Bürgerbeteiligung im vergangenen Mai.

Anwohner sind dagegen

Ihre Forderung: Die Stadt soll das marode Pflaster austauschen, mehr nicht. Und das bitte nicht auf Kosten der Anlieger. Geld für neue Möbel - Lampen, Mülleimer, Bänke, Kinderspielzeug - wollen die meisten Menschen am Hochdahler Markt nicht ausgeben. Will die Stadt diese Verschönerung, soll sie auch dafür aufkommen, so die Auffassung vieler. Die Verwaltung hält es nicht für möglich, das Pflaster zu sanieren, und nicht für sinnvoll, es einfach auszutauschen.

40 Prozent der Kosten für die Sanierung will die Stadt zahlen, die verbleibenden 60 Prozent sollen auf die Wohnungs- und Grundstückseigentümer umgelegt werden. Einige von ihnen haben bereits angekündigt, sich gerichtlich dagegen wehren zu wollen.

Die Ratssitzung beginnt am 21. Januar um 17 Uhr in der Stadthalle und ist öffentlich. Der Hochdahler Markt steht als Punkt 7.2 auf der Tagesordnung.

SUSANNE ZIMMERMANN

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