Hinweise fürs Stadtmarketing

Monheim/Langenfeld..  Rheinpromenade, Schelmenturm, Marienburg – Monheim hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Geht es nach den liebsten Fotomotiven im Internet-Fotoalbum Panoramio, liegen diese Punkte weit vorne. Das gilt auch für die historische Altstadt, in der besonders viele Bilder geknipst werden, die Urdenbacher Kämpe oder Gut Blee. Unter www.sightsmap.com wird sichtbar, wo im Stadtgebiet die meisten Aufnahmen entstehen. Frei übersetzt heißt der Dienst „Karte mit Sehenswürdigkeiten“.

Er gibt Aufschluss über die beliebtesten Motive. Hat jemand ein Foto aufgenommen, das von der Kamera oder dem Smartphone per GPS-Sensor mit einem sogenannten Geo-Tag – also der genauen Ortsangabe – versehen wurde und lädt dieses beim Google-Dienst Panoramio hoch, wird das Bild an der entsprechenden Stelle in Googles Kartendienst einsortiert. Dann muss der Internet-Konzern nur noch zählen, wie viele Fotos an welchen Orten aufgenommen wurden.

Die Auswertung wird anschließend über die Google-Karte gelegt. Je heller ein Punkt in der Karte aufleuchtet, desto mehr Fotos gibt es von diesem Ort – er ist ein „heißes“ Fotomotiv, also ein „Hotspot“. Für Maximiliane Richtzenhain, die im Monheimer Rathaus für Tourismus zuständig ist, gibt die Übersicht durchaus einen Hinweis darauf, wo die attraktiven Punkte in der Stadt sind. „Das sind in etwa die Stellen, die ich auch auf dieser Karte erwartet hätte“, meint die 34-Jährige. Monheim habe viele touristische Ziele zu bieten. „Gerade entlang des Rheins gibt es offensichtlich viele schöne Motive. Dieses Potenzial wollen wir in Zukunft besser nutzen.“

Gemeint ist damit das städtische Tourismuskonzept, das derzeit in der Umsetzung ist. In den letzten Monaten wurden unter anderem Informationspunkte für auswärtige Besucher geschaffen und eine „City-Safari“ für junge und alte Smartphone-Nutzer entwickelt. Hinzu kommt eine neue Broschüre für Touristen, die kurz vor der Veröffentlichung steht. Derzeit werde zudem intensiv an der Umsetzung der „MonChronik“ gearbeitet, sagt Richtzenhain. An markanten Punkten in der Stadt sollen demnach in Zukunft Infotafeln, Ausstellungen oder Touchscreens die Geschichte des Ortes erzählen. Die Marienkapelle ist der erste von zunächst vier Standorten.

Neue Erkenntnisse gewinnen

Weitere wichtige Pfeiler für die Verbesserung der touristischen Infrastruktur sind die Umgestaltung des Landschaftsparks Rheinbogen und die Anlegestelle für Rheinschiffe, die beide im Laufe des Jahres angegangen werden sollen. Außerdem sei Monheim eng in die kreisweite Marke „Neanderland“ eingebunden. „In diesem Jahr sind wir auch als Stadt auf einigen Messen der Branche zu Gast“, kündigt die Tourismus-Managerin an. Den Dienst von Google findet sie interessant: „Das könnte uns neue Erkenntnisse geben, welche Punkte in der Stadt besonders sehenswert sind.“

In Langenfeld gibt es gleich mehrere „Hotspots“. Das ist vor allem dem ausgedehnten Stadtgebiet geschuldet. Die Geschichte der Stadt als Ergebnis der Fusion mehrerer kleiner Gemeinden wird auch auf der virtuellen Karte sichtbar. Der Kirchturm in Richrath, Haus Graven in Wiescheid, die Locher Wiesen in Reusrath und die Fußgängerzone im Zentrum sind die meist fotografierten Orte Langenfelds. Hinzu kommen der Freizeitpark, das Naturschutzgebiet Further Moor sowie die Wasserski-Anlage.

„Auf den ersten Blick sagt mir die Karte, dass Langenfeld viele attraktive Orte zu bieten hat“, meint Stadtsprecher Andreas Voss. Viele der Motive seien im „Kulturpfad“ verzeichnet, den es sowohl online als auch gedruckt zu lesen gibt. „Offensichtlich identifizieren sich viele Langenfelder mit ihrer Stadt – zumindest aus fotografischer Sicht. Aus städtischer Sicht ist das natürlich sehr erfreulich.“

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