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Hier spielt die Musik!

22.01.2010 | 21:15 Uhr

Düsseldorf. Normalerweise gehört Stars wie Leon Fleisher und Alfred Brendel das Podium allein, normalerweise treten sie in großen Sälen auf. Diesmal jedoch machten beide eine Ausnahme. Rund 100 Gäste waren gekommen, um die Eröffnung des Steinway-Hauses zu feiern.

Ende 2009 verließ die Firma Steinway & Sons die Kronprinzenstraße, gestern wurden die Räume an der Immermannstraße eingeweiht. Und so bekommt Düsseldorfs Publikum einen kleinen feinen Veranstaltungsort mitten in der City. Künftig spielt die Musik im neuen Rachmaninoff Saal. Bis zu zwölf Konzerte plant Steinway-Haus-Leiter Martin Wiedemann je Saison.

Neue Konzertreihe

Zum Auftakt gaben sich US-Starpianist Leon Fleisher und sein inzwischen auf Lesungen spezialisierter österreichischer Kollege Brendel die Ehre. So sah man denn auch im Publikum bekannte Gesichter. Künstlerin Gabriele Henkel war ebenso gekommen wie Konzertagent René Heinersdorff und Glasmuseumsleiter Dedo von Kerssenbrock-Krosigk, außerdem Sieghardt Rometsch, Chef der Tonhallenfreunde, Altstadtherbst-Intendantin Christiane Oxenfort, Pianisten wie Ilja Scheps, Evgeni Bozhanov, Boris Bloch.

Letzterer schaute sich wohl besonders aufmerksam um. Er wird die neue Konzertreihe des Hauses am 18. Februar eröffnen. Eine Woche später, 25. Februar, spielt Pianist Nikolai Tokarew. Der Eintritt ist frei - dafür werden Spenden für den Musikkindergarten gesammelt. Und Wiedemann plant weitere Nachwuchsförderung. Künftig vergibt Steinway Förderpreise in Musikhochschulen in Köln, Düsseldorf, Essen.

Zurück zur Eröffnung. Brendel gab typische Brendel-Lyrik wie das Kabinettstückchen vom dritten Finger des Pianisten zum Besten, philosophierte über das Ohr des Musikers, das „Hören als Lust und Pein”. Dann kam mit Franz Xaver Ohnesorg, Intendant des Klavier-Festivals Ruhr, ein weiterer Experte dazu. Er plauderte mit Brendel über seine drei Leben, das des Musikers, des Literaten und das „sogenannte Privatleben”. Schließlich Leon Fleisher. Er erntete mit Bachs „Schafe können sicher weiden” Standing Ovations - die ersten im neuen Konzertsaal. kui

Immermannstraße 14-16, Info 0211/493937-0

Petra Kuiper

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