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Heimflug mit Hindernissen

04.06.2010 | 13:33 Uhr

Düsseldorf. Turbulent ging’s für drei Brüder aus Marokko am Airport in Lohausen zu, ehe sie endlich ihren „Heimflug mit Hindernissen“ nach Afrika antreten konnten.

Zunächst wurde der Älteste von ihnen von der Bundespolizei im Abflugterminal überprüft. Der 46-Jährige konnte keinen Pass, sondern nur ein Ersatzdokument vorlegen. Daraus ließ sich aber die notwendige Aufenthaltserlaubnis des Mannes nicht feststellen. Die Beamten überprüften die Daten intensiver mit dem Ergebnis, dass der 46-Jährige bereits seit Januar unerlaubt in Hamburg lebte.

Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, erhoben die Bundespolizisten - neben der Anzeige wegen des unerlaubten Aufenthaltes im Bundesgebiet - eine Sicherheitsgebühr in Höhe von 300 Euro. Doch soviel Geld hatte er nicht dabei. Und so eilte sein mitreisender Bruder zur Hilfe.

Er bot sich als Übersetzer an und erklärte sich bereit, den Geldbetrag zu zahlen. Als der 24-Jährige den Bundespolizisten die 300 Euro übergeben hatte, verabschiedete er sich freundlich.

Aber statt zum Flieger, ging es zurück zur Wache. Denn eine schnelle Überprüfung seiner Personalien ergab, dass er wegen „Erschleichens von Leistungen“ in mehreren Fällen mit Haftbefehl gesucht wurde. Der Hamburger hatte jedoch die Möglichkeit, gegen Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro auf freiem Fuß zu bleiben.

Doch soviel hatte auch er jetzt nicht mehr in der Geldbörse. Das erschien plötzlich  ein weiterer, sichtlich verdutzter Bruder auf der Wache. Er zahlte den geforderten Geldbetrag. Die drei Männer konnten nun endlich ihre Familienreise antreten. Gerade noch rechtzeitig erreichten sie ihren Flieger nach Marokko.

NRZ

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