Haus geräumt wegen Einsturzgefahr

Holthausen..  Wegen akuter Einsturzgefahr hat die Feuerwehr am Donnerstag mehrere Häuser in Holthausen geräumt. Aufgeregte Anrufer hatten den Notruf gewählt und ein erschreckendes Szenario geschildert: Auf der Heggemannstraße in Holthausen war ein zweieinhalbgeschossiges Mehrfamilienhaus durchzogen von mehreren großen Setzrissen. Die Anwohner befürchteten den Einsturz des Gebäudes. Direkt neben dem beschädigten Haus liefen Tiefbauarbeiten in einer großflächigen Baugrube.

Sofort eilten der Führungsdienst, der Bauunfallzug, der Rüstzug, ein Löschzug, mehrere Rettungswagen sowie ein Notarzt zur Einsatzstelle. Vor Ort bestätigten sich die Schilderungen: Das zweieinhalbgeschossige Mehrfamilienhaus war auf der Vorder- sowie auf der Rückseite massiv beschädigt, berichtet die Feuerwehr. Die Arbeiter hatten zwischenzeitlich die Baugrube verlassen und die Tiefbauarbeiten eingestellt.

Der Feuerwehr-Einsatzleiter veranlasste die sofortige Räumung des Hauses und der angrenzenden Gebäude. Drei Bewohner und mehrere Haustiere wurden in Sicherheit gebracht. Gleichzeitig trennte der Notdienst der Stadtwerke Düsseldorf die betroffenen Gebäude von der Gas- und Wasserversorgung.

Das hinzugezogene Bauaufsichtsamt und ein externer Prüfingenieur für Baustatik stellten eine akute Einsturzgefahr des betroffenen Hauses fest. Deshalb bleibt es zusammen mit dem angrenzenden Nachbargebäude bis auf Weiteres gesperrt. Momentan laufen umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, die eine adäquate Überprüfung des Gebäudes ermöglichen sollen. Erst danach könne eine endgültige Aussage darüber getroffen werden, ob es weiter genutzt werden kann, so die Feuerwehr. Da die betroffenen Bewohner ihre Häuser vorerst nicht betreten können, organisieren Mitarbeiter des Amtes für soziale Sicherung und Integration eine Unterkunft.

Während des Einsatzes kam es im Bereich der Bonner Straße zu Verkehrsbehinderungen.