Grundschule brennt lichterloh
08.02.2012 | 19:31 Uhr 2012-02-08T19:31:00+0100
Erkrath. Die Flammen schlugen lichterloh aus dem Schulgebäude, ein Klassenraum war dicht verqualmt: Brandalarm in der Grundschule Willbeck, Ruhrstraße 60. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Guido Voigt, machte hinterher den Erwachsenen ein dickes Kompliment.
Eine aufmerksame Mutter, die ihr Kind abholen wollte, hatte den Brand gegen 13.13 Uhr bemerkt und im Sekretariat gemeldet. Derweil evakuierten die Lehrer vier Klassen vorschriftsmäßig und brachten die Kinder in einen Gebäudeteil, der nicht vom Brand betroffen war. Verletzt wurde daher niemand.
Die Feuerwehr rollte mit neun Fahrzeugen und 27 Feuerwehrfrauen und -männern an. Ein Vater hatte da bereits erste Löschversuche unternommen. Vergebens.
Die Wehr rückte unter Atemschutz gegen den Brandherd vor. Um ein Verqualmen des gesamten Gebäudes zu verhindern, verriegelte die Feuerwehr den brennenden Klassenraum mit einem Rauchverschluss und setzte anschließend das Treppenhaus unter Überdruck. Am Ende konnten die brennenden Einrichtungsgegenstände rasch gelöscht werden.
Probleme gab es jedoch bei den Nachlöscharbeiten. Denn das Feuer hatte sich bis hinter die Fassade ausgebreitet. Einige Fassadenteile mussten abmontiert werden, um an die letzten Glutnester heranzukommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen der Brandursache aufgenommen.
Zweiter Feuerwehreinsatz: Bereits am gestrigen Morgen hatte eine computergesteuerte Werkzeugmaschine bei einer Möbelbaufirma am Klinkerwegs gebrannt. Dank der präzisen Angaben eines Mitarbeiters konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Dennoch entstand an der Stromversorgung der Maschinen ein Totalschaden. Die Produktionshalle musste mit Gebläsen entlüftet werden. Zwei Mitarbeiter wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, konnten das Hospital aber nach kurzer Untersuchung verlassen. Zum entstandenen Schaden gibt es derzeit noch keine Angaben.
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