Grüne Welle für die Fans
09.08.2010 | 17:55 Uhr 2010-08-09T17:55:00+0200
Düsseldorf.Die Stadt stellt für die Fußball-Fans die Signale auf Grün. Nach großen Fortuna-Heimspielen werden auf der Nordstrecke der Linien U78/U79 zwischen den Bahnhöfen Freiligrathplatz und Reeser Platz den Fan-Zügen eine Vorrangschaltung eingeräumt.
Grüne Welle für die Bahnen Richtung Hauptbahnhof. An den Kreuzungen bis Reeser Platz schalten die Ampeln für den Individualverkehr auf Rot, damit die Züge nonstop durchfahren können.
Premiere ist am 30. August beim ersten Spiel mit Hertha BSC. „Bis dahin haben wir die Ampeln umgerüstet“, versichert Roland Hahn, stellvertretender Leiter der städtischen Verkehrsmanagements. Da es sich um moderne Signalanlagen handelt, müssen nur neue Programme installiert werden. Kosten: 40 000 Euro. Damit ist künftig freie Fahrt auf dem besonders kritischen Streckenabschnitt gewährleistet, auf dem es in der Vergangenheit zu Vandalismus und Ausschreitungen randalierender Fans kam, etwa auf dem Freiligrathplatz oder vor der Kneipe „Kastanie“ an der Stockumer Kirchstraße - ein beliebter Treffpunkt der Fortuna-Fans.„Das Problem war, dass immer Türen aufgerissen wurden, wenn ein Zug nicht weiter kam. Und dann war die ganze Strecke blockiert“, erklärt Rheinbahn-Sprecher Eckhard Lander.
Die grüne Welle gilt vorerst nur für die Rückfahrt nach dem Spiel Richtung City und nur für die Sonderzüge, die extra codiert werden. „Auf der Hinfahrt zur Arena überwiegt die Vorfreude. aber auf der Rückfahrt eventuell der Frust. Dann ist die die Stimmung aufgeheizt“, so Roland Hahn. „Wir sehen das erstmal als Testlauf. Wir geben der Rheinbahn jetzt Vorrang. Nun müssen andere dafür sorgen, dass es in den Zügen auch tatsächlich ruhig bleibt.“
Gelingt das Experiment, werden auch die Ampeln bis zum Kennedydamm Grün anzeigen, sobald sich ein Zug nähert. (Von dort geht es unterirdisch bis zum Hauptbahnhof).
Hierzu müssen aber an drei Kreuzungen die veralteten Ampelanlagen abgerissen und durch neue ersetzt werden. Das wird teuer: Die Investitionen liegen bei 250 000 Euro.
Grüne Welle auf der gesamten Strecke hatten die Sozialdemokraten gefordert. Mit der gestrigen Ankündigung des Verkehrsmanagements geben sie sich aber zunächst zufrieden. „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Jochen Wirtz.
Probleme könnte es aber künftig mit dem Pendelbus-Verkehr für Gästefans zwischen Fernbahnhof und Arena geben. Denn bis heute steht nicht fest, wer die Kosten für die zusätzlich eingesetzten Busse übernimmt. Und die Deutsche Bahn will montags und samstags kein Gleis für die Sonderzüge zur Verfügung stellen. Und damit wohl auch nicht für die Fans aus Berlin.
Ein weiteres Projekt: Die Polizei trifft sich mit den Fortunaclubs. Die Stadt unterstützt dieses Vorhaben: „Es geht um ein besseres Verständnis auf beiden Seiten“, so Tanja Schwarzer vom Krimalpräventiven Rat.
08:05
Vielleicht sollte man die Veranstalter mit den denn Kosten beteiligen.
Denn schließlich werden die zahlenden Zuschauer zu IHREN Event an und abtransportiert.
Gemeint ist, nicht nur Tasche aufmachen, auch an den Unkosten beteiligen (wenn das nicht der Fall schon ist).
Da sollten dann 250.000 doch nicht mehr ganz so viel erscheinen. ;)