Großer Ehrenring der Stadt für Edgar Jannott

In einer Feierstunde im Rathaus hat Oberbürgermeister Thomas Geisel gestern Edgar Jannott den Großen Ehrenring der Landeshauptstadt überreicht. Damit werden die besonderen Verdienste und sein engagiertes Eintreten um die dauerhafte Bindung der Victoria-Versicherung (heute Ergo) an den Standort Düsseldorf gewürdigt. „Sie traten auch dafür ein, dass der Konzern eine enge Verbindung zur Stadt entwickelte“, so Geisel. „Diese Beharrlichkeit im Einsatz für Düsseldorf und diese unumstößliche Treue zu unserer Stadt rechnen wir Ihnen i hoch an.“

In Gotha geboren, später in Göttingen aufgewachsen und schließlich nach Düsseldorf gekommen, war jede dieser Stationen für Jannott wichtig. Die enge Verbundenheit zu Gotha kommt auch darin zum Aus-druck, dass er dort zum Ehrenbürger ernannt wurde, und der Oberbürgermeister der Stadt Gotha an der Feier im Rathaus teilnahm. Geisel: „Gotha bezeichnen Sie treffend als Ihre Vaterstadt, Düsseldorf hingegen als Ihre Heimatstadt. Das macht uns stolz.“

Von Düsseldorf aus wurden nach dem Zweiten Weltkrieg die Geschäfte der Victoria geführt, doch der eigentliche Unternehmenssitz blieb Berlin. In den Jahren nach der Wiedervereinigung, in einer Zeit in der vieles nach Berlin strebte, widerstand Jannott dem allgemeinen Trend und setzte sich trotz Widerständen gegen einen Umzug ein. „Ihnen haben wir damit auch zu verdanken, dass damit nicht nur eine der größten Versicherungsgruppen Deutschlands, sondern auch einer der größten Arbeitgeber der Stadt seinen Sitz in Düsseldorf behielt. Im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien war dies auch eine weitsichtige, soziale Entscheidung“, so Geisel.

Mit dem 1998 fertiggestellten Victoria-Hochhaus als neuer Konzernzentrale, erbaut auf dem einstigen städtischen Messegelände, wurde ein markantes Zeichen gesetzt, das die Düsseldorfer Silhouette bis heute maßgeblich und noch dazu architektonisch ansprechend prägt. Die Idee dafür hatte Jannott zusammen mit dem Düsseldorfer Architekten Professor Helmut Hentrich entwickelt.