Groß-Razzia rund um den Hauptbahnhof: 16 Festnahmen

16 Festnahmen: Das ist das Ergebnis einer Groß-Razzia im Umfeld des Hauptbahnhofs. In einer konzertierten Aktion durchsuchten über 200 Polizisten am Dienstagabend zeitgleich zwölf Cafés, Spielcasinos und Shisha-Bars. Ziel war es, Langfinger zu fassen und zu überprüfen, ob sie sich hier illegal aufhalten.

Ermittlungen hatten im Vorfeld ergeben, dass sich in dem Viertel ein soziales, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum gebildet hat, das unter anderem Personen als Rückzugsraum dient, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraubdelikte, aber auch Einbrüche zu begehen.

Drogen gefunden

Um 19.30 Uhr umstellten die über 200 Polizisten Lokale an der Mintropstraße, der Scheurenstraße, Luisenstraße, Ellerstraße, Linienstraße und Lessingstraße. Insgesamt überprüften die Beamten in den zwölf Objekten 213 Personen.

Mit Unterstützung unterschiedlicher Ämter der Stadt und des Zolls haben die Polizisten vorwiegend Nordafrikaner identifiziert, durchsucht und geklärt, ob sie eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Dabei nahmen die Beamten 16 Männer vorläufig fest. Bei einem 31-Jährigen, der bereits mit einem Haftbefehl gesucht worden war, fanden die Ermittler auch Drogen. Weitere 14 Festnahmen richteten sich gegen Männer im Alter von 19 bis 59 Jahren. Bei allen besteht der Verdacht, dass sie sich illegal in Deutschland aufhalten.

Darüber hinaus vollstreckte die Polizei einen Haftbefehl, der durch eine Zahlung von 2000 Euro wieder ausgesetzt wurde. Außerdem haben die städtischen Behörden zahlreiche Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten geschrieben.

„Speziell im Bereich der Altstadt, aber auch im Bereich des Flughafens und in einigen Innenstadt-Hotels ist die Anzahl der Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie der Straßenraubdelikte nach wie vor auf einem hohen Niveau. Es reicht uns nicht, diese Straftaten durch starke Präsenz an den Brennpunkten einzudämmen“, betonte der Einsatzleiter Roland Wolff. „Wir müssen auch dahin, wo die Täter sich aufhalten, vermeintlich sicher fühlen, ihre Delikte verabreden und ihre Beute zu Geld machen“, ergänzt der Kriminaldirektor.

Aus diesem Grund werde die Polizei auch künftig solche Schwerpunktaktionen starten. „Die Razzia hat uns eine Menge Erkenntnisse zuden handelnden und beteiligten Personen und örtlichen Strukturen gebracht“, so Wolff.