Grippe-Impfung ist noch sinnvoll

Saisonbedingt steigt die Zahl der Fälle von Atemwegserkrankungen seit Oktober an. Diese Entwicklung wird in den kommenden Wochen deutlich an Dynamik zunehmen, bis sich im April die Zahl wieder auf ein durchschnittliches Maß reduziert. In der Regel ist die Krankheitsdauer nur kurz. Bei den Mitgliedern der BKK führen Atemwegserkrankungen zu einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitsdauer von rund sieben Tagen.

Halsschmerzen stehen oft am Anfang von Atemwegserkrankungen. Sie sind aber nicht die Krankheit, sondern nur ein Symptom dafür. Meist sind Erkältungsviren der Grund für Halsschmerzen, aber auch Bakterien kommen als Auslöser in Frage. Gefährlich sind Halsschmerzen nicht, aber unangenehm. Wärme kann Linderung verschaffen – daher den Schal auch in der Wohnung tragen; Halswickel können ebenfalls helfen. Auch Lutsch- und Halspastillen lindern meist den Schmerz. Gurgeln etwa mit Kamille- oder Salbeitee hemmt Entzündungen und wirkt desinfizierend. Viel trinken ist wichtig, weil das den Schleimhäuten hilft.

Anders ist der Verlauf einer Grippe. Da sie anfänglich ähnliche Symptome aufweist wie eine Erkältung, wird sie oft nicht ausreichend ernst genommen. Der Verlauf einer Influenza ist jedoch ungleich schwerer und in der Regel mit hohem Fieber verbunden. Eine Grippe kann zum Teil dramatische Folgen haben. Bis zu 8000 Menschenleben fordert sie jährlich, in der Saison 2008/2009 waren es sogar über 23 000 Menschen. Der wichtigste Schutz vor einer Grippe ist eine Impfung.

Zwar ist eine Grippewelle zurzeit nicht in Sicht, dennoch ist die Grippe-Saison 2015 noch nicht vorüber. Experten rechnen mit einer Zunahme von Fällen in den kommenden Wochen bis in den April hinein. Daher rät die BKK den in Düsseldorf Versicherten, die über 60 Jahre alt sind und deren Abwehrkräfte etwa wegen einer bestehenden Grunderkrankung bereits geschwächt sind, auch jetzt noch zur Grippeschutzimpfung. Zu den Personen, die ein erhöhtes Risiko haben sich anzustecken bzw. schwere Krankheitsverläufe zu erleiden, zählen auch Schwangere.

Gerade zu Beginn des neuen Jahres stehen für viele Versicherte ohnehin Arztbesuche an. Diese sollten auch für eine Grippeschutzimpfung genutzt werden.