Graffiti schützt vor Schmiererei

Mörsenbroich..  Kunstvolle Graffitis können ein Schutz vor laienhaften Schmierereien sein. Aus diesem Grund haben die Stadtwerke mittlerweile 13 Trafohäuschen von professionellen Künstlern bemalen und besprühen lassen. Die Bilder zeigen Dinge aus den Stadtteilen der jeweiligen Station oder allgemeine Themen der Stadtwerke. So steht jetzt auch die Anfang des Jahres in Betrieb genommene Gasregelstation am Mörsenbroicher Ei nicht länger als grauer Betonklotz in der Landschaft, sondern zeigt Motive zum Thema Elektromobilität.

„Das waren gute zwei Wochen Arbeit“, sagt Marc Hennig. Gemeinsam mit seinem Bruder Joe hat er für die Stadtwerke schon mehrere Bauten verschönert. „Gut gemachte Graffitis sind eine Prävention gegen Verschmutzung“, sagt Hennig. Für das fotorealistische Abbild eines Elektroautos an der Gebäudefronthabe er mehrere Ansätze gebraucht. Das Bild wurde in mehreren Schichten aufgetragen, für die scharfen Kanten der verschiedenen Farbflächen braucht es eine ruhige Hand. „Geduld ist das A und O“, so Hennig. Als „MaJo Brothers“ gibt er zusammen mit seinem Bruder Graffiti-Workshops in Jugendeinrichtungen. Einige der Kunstwerke an Gebäuden der Stadtwerke seien zusammen mit jungen Künstlern entstanden.

„Die Jugendlichen finden das gut und wir können so zeigen, dass es auch schöne Graffitis gibt“, sagt Dennis Hagenkötter vom Marketing der Stadtwerke. Die Thematik der Elektromobilität, die das neue Trafohäuschen zeigt, sei für die Stadtwerke von großer Bedeutung. „Bis Anfang nächsten Jahres wollen wir unsere 45 Ladesäulen für Elektroautos auf 50 aufstocken“, sagt Hagenkötter.

Neben diesen Stationen, an denen E-Cars kostenlos „tanken“ können, gebe es auch schon spezielle E-Bike-Ladesäulen am Burgplatz und Ernst-Reuter-Platz. „Viele Touristen wollen spontan ihr E-Bike aufladen. Diese Stationen können per SMS entsperrt und sofort benutzt werden“, so Hagenkötter.