Glatteisunfall: Kennedydamm lange gesperrt

Eisglätte und zu hohe Geschwindigkeit führten gestern Vormittag zu einem schweren Verkehrsunfall auf dem Kennedydamm. Auf spiegelglatter Fahrbahn hatte gegen 9.40 Uhr ein 46-jähriger Bottroper in Höhe der Brücke statdteinwärts kurzzeitig die Kontrolle über seinen BMW verloren. Es gelang ihm jedoch, das Fahrzeug abzufangen und zum Stehen zu kommen. Einer nachfolgenden 55-jährigen Duisburgerin im VW Golf gelang dies nicht. Sie rammte den BMW und wurde selbst in ihrem Wagen eingeklemmt. Auch ein 28-jähriger BMW-Fahrer aus Essen konnte seinen Pkw nicht mehr rechtzeitig stoppen und „schlidderte“ in die Unfallstelle. Er und die Duisburgerin erlitten leichte Verletzungen.

Während der Unfallaufnahme und der Befreiung der Fahrbahn von Eis kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen Richtung City. Die Feuerwehr hatte gegen elf Uhr ihren Einsatz beendet. Die Fahrbahn konnte allerdings erst um kurz nach zwölf Uhr freigegeben werden. Der Schaden wird auf 40 000 Euro geschätzt. „Bei null Grad muss man seine Geschwindigkeit anpassen und nicht unbedingt 80 fahren, auch wenn – wie auf dem Kennedydamm – 80 erlaubt ist“, so Polizeisprecher André Hartwich. Fast jedes Auto habe heutzutage eine Außengradanzeige. „Und wenn das Warnlicht blinkt, sollte man dies ernst nehmen.“

Über Nacht hatte es in Düsseldorfer kräftig geschneit und der Schnee bleibt auch den Morgen über liegen. Auf den Straßen dauerte es deshalb lange. Ebenfalls mit Eis und Schnee zu kämpfen hatte dabei die Feuerwehr im Rahmen eines Wohnungsbrandes am Rather Kreuzweg, bei dem ein Mann mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus musste. Aufgrund der Witterung war die Anfahrt gegen acht Uhr morgens für die Retter erschwert und nicht ungefährlich. Auch an der Einsatzstelle war Vorsicht (Rutschgefahr) geboten, berichtete der Einsatzleiter.