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Auszeichnung

"Gegen soviel Lob ist man wehrlos"

09.08.2009 | 17:11 Uhr

Medici-Medaille der Düsseldorfer Weiter ging an Udo an Meeteren

Als großer Stifter hat Udo van Meeteren schon manche hochrangige Ehrung erhalten. „Jetzt wird es Zeit, dass ihn auch ein Verein für Frauen auszeichnet”, sagte Ruth Willigalla, die Gründerin des Heimatvereins „Düsseldorfer Weiter”, in ihrer Laudatio. So nahm Ehrenbürger van Meeteren gestern im Stadtmuseum die Medaille der Kurfürstin Anna Maria Luisa Medici, der Gattin Jan Wellems, entgegen.

Die „Weiter” verleihen das Kunstwerk an Personen und Vereine, die große Verdienste im sozialen und kulturellen Bereich erworben haben. Udo van Meeteren (83) ist seit vielen Jahren ein überaus großzügiger Mäzen in vielen Bereichen, der am liebsten im Hintergrund wirkt, nur ungern seine Zurückhaltung aufgibt. 1980 gründeten er und seine Frau Irmel die „Stiftung van Meeteren” - im Andenken an den früh verstorbenen Vater.

So bunt wie sein Leben sei das, was van Meeteren fördere, beschrieb das Handelsblatt sein Wirken. Gestern bekannte er sich, obwohl in Mülheim/Ruhr geboren, ganz zu der „weltoffenen, liebenswerten, lebendigen und attraktiven Stadt Düsseldorf.”

Vorsitzende Helga Hesemann hatte zunächst viele der bisherigen Medaillen-Träger, darunter auch Ehren-Oberbürgermeisterin Marlies Smeets, begrüßt. Susanne Anna, Leiterin des Stadtmuseums, dankte für das „offene Ohr” des Stifters für die Konzepte „ihres” Hauses.

Sehr persönlich und überaus herzlich dann die Laudatio von Ruth Willigalla an den „verdienten Bürger unserer Stadt.” Er wolle der Gesellschaft etwas zurückgeben, habe er ihr im Gespräch gesagt. Denn er habe in seinem Leben viel Glück und Erfolg gehabt. Ein sichtbares Zeichen seiner Großherzigkeit finden Besucher im Hofgarten. Dort, auf dem Ananasberg, steht „Der Mahner”, eine Skulptur des russischen Künstlers Vadim Sidur. Van Meeteren selbst hat sie mit einem eigenen Text versehen: „Nutze Dein Leben, das Gute zu tun.”

„Soviel Lob verschlägt mir die Sprache”, schmunzelte van Meeteren gestern. „Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man wehrlos.” Er freue sich sehr über die besonders schön geratene Medaille, fuhr er fort. Seine Haltung sei ganz einfach zu erklären: „Uns macht es Freude, gute und notwendige Dinge zu unterstützen.”

Ursula Posny

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