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Gedenken an Kay Lorentz

16.02.2010 | 17:22 Uhr
Gedenken an Kay Lorentz

Man wolle das Kreuz der Regierung nicht haben, sondern sein. Mit diesen Worten lehnten Kay und Lore Lorentz im Jahr 1976 das Bundesverdienstkreuz ab. Der Gründer, Leiter und Autor eines der bedeutendsten Kabaretts der alten Bundesrepublik, Kay Lorentz, wäre heute 90 Jahre alt geworden.

Den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen nahm Lorentz jedoch an. In Chemnitz geboren, studierte er in Berlin Orientalistik. 1944 heiratete er seine Kommilitonin Lore Schirner und wurde kurze Zeit später an die Ostfront geschickt. Nach Kriegsende dachten die beiden über Auswanderung nach, ließen sich jedoch in Düsseldorf nieder.

Sein kleines Theater stellte Lorentz in die Tradition des anspruchsvollen litertisch-politischen Kabaretts und mit seiner antimilitaristischen Einstellung schon früh in den Dienst der Völkerverständigung. Das Kom(m)ödchen war die erste deutsche Kabarettbühne, die erfolgreich im Ausland gastierte.

Seit er 1993 an einem Schlaganfall starb, setzt sein Sohn Kay Sebastian sein Werk fort. Dieser übergab 2005 das Kom(m)ödchen-Archiv im Namen der Kay-und-Lore-Lorentz-Stiftung als Dauerleihgabe an die Landeshauptstadt. Einen ersten Eindruck vom Bestand gibt es auf der Seite der Stadt unter d:kult-online. Hier wurden rund 500 Datensätze zur Plakatsammlung des Kom(m)ödchen-Archivs veröffentlicht.

NRZ

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