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Fürs Zakk brechen rosige Zeiten an

22.01.2015 | 15:13 Uhr
Fürs Zakk brechen rosige Zeiten an
Selig-

Düsseldorf.   Das Düsseldorfer Jugendkulturzentrum Zakk stellt sein Programm für 2015 vor. Mehr Förderung durch die Stadt.

Nach Songs von Rio Reiser präsentiert Sänger Jan Plewka sein neues Solo-Werk: Er singt am kommenden Sonntag, 25. Januar, Simon and Garfunkels „Sound of Silence“ im Jugendkulturzentrum Zakk in Düsseldorf. Am 16. Mai steht Plewka dann erneut auf der Zakk-Bühne an der Fichtenstraße, dieses Mal mit seiner Band „Selig“. Doch der Musiker ist bei weitem nicht das einzige Highlight in der ersten Hälfte des neuen Jahres, auf der Zakk-Konzertbühne stehen unter anderem auch Johannes Oerding und die Antilopen-Gang.

„Kultur für alle machen“ hat sich das Zakk vorgenommen. Und das Konzept geht auf: „Wir sehen dem neuen Jahr noch optimistischer entgegen als sonst“, sagt Jochen Molck, Geschäftsführer des Zakk. Grund dafür sind 200 000 Euro, die das Zentrum in diesem Jahr mehr zur Verfügung hat als in den Vorjahren. Die Landeshauptstadt gewährte einen höheren Etat, damit bekommt das Zakk etwa 954 000 Euro Förderung von der Stadt.

Bestätigung der Arbeit

„Wir sehen das als Bestätigung für unsere Arbeit“, so Geschäftsführer Molck. „Das zusätzliche Geld ermöglicht uns eine zuverlässigere Planung und damit ein besseres Programm.“

Dass die Fördermittel auch berechtigt sind, belegen die Publikumszahlen. Mehr als 150 000 Menschen kamen im vergangenen Jahr zu den Veranstaltungen. Zum Vergleich: Das Schauspielhaus hatte laut Kulturreport etwa 130 000 Zuschauer. „Wir versuchen, Kultur und Politik für Menschen aller gesellschaftlichen Schichten erreichbar und verständlich zu machen“, so Molck.

Neben Konzerten hat das Zakk-Programm wie jedes Jahr auch Poesie, Politik und Comedy zu bieten. Neben verschiedenen „Poetry-Slam“-Künstlern, die ihre Gedichte vortragen, ist es den Mitarbeitern gelungen, eine besondere Veranstaltung am 7. Juni nach Düsseldorf zu holen: „Hate Poetry“. Dabei lesen Journalisten die rassistischsten und hasserfülltesten Leserbriefe vor, die sie bekommen. In Berlin und Hamburg war diese außergewöhnliche Lesung bereits ein voller Erfolg, Redakteure bekannter Medien wie „taz“ oder „Spiegel online“ gaben Einblicke in ihre Posteingänge. Bereits ausverkauft ist „Straßenleben“ am 8. Februar: Verkäufer des Wohnungslosenmagazins „fiftyfifty“ zeigen die Stadt Düsseldorf aus ihrer Perspektive und laden zur Diskussion ein.

Für kritische oder auch unterhaltsame Comedy hat das Zakk gleich mehrere bekannte Kabarettisten eingeladen: Am 18. März mimt Sabine Wiegand „Dat Rosie“, bekannt aus der Stunk-Sitzung (Alle fünf Termine 2015 sind bereits ausverkauft). Mit seinem Programm „Be nicer“ tritt der aus „Rebell-Comedy“ bekannte Benaissa Lamroubal am 31. März auf. Am 17. Juni schließt Lisa Feller den Kabarettspielplan der ersten Jahreshälfte mit ihrem Programm „Guter Sex ist teuer“ ab.

Auch die Partyszene kommt auf ihre Kosten: Am 30. April tanzt das Zakk in den Mai und am 29. Mai steigt die „Russendisko“ mit Wladimir Kaminer unter dem Motto: „Buch zu – Plattenkoffer auf!“

Sarina Zink

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2015-01-22 15:13
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