Frische Ideen für den „Schandfleck“

Oberkassel..  Der Regen hat dem Werner-Pfingst-Platz nach dem Abbau des Weihnachtsmarktes arg zugesetzt. Georg Eiker, Vorsitzender des Linksrheinischen Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) ist der Meinung, dass er zu einem „Schandfleck“ im Herzen Oberkassels geworden sei.

„Die Wiese wird sich bis April nicht wesentlich erholen“, ist sich Eiker sicher und schlägt vor, den Platz neu zu gestalten. „Die gesamte Fläche könnte mit einem kleinteiligen und gut begehbaren Belag gepflastert werden. Nicht so wie in der Altstadt, sondern eventuell mit einem Kunststeinpflaster.“ Auf diesem Platz, der heute nur aus einer Wiese bestehe, könnte dann beispielsweise ganzjährig der Wochenmarkt abgehalten werden.

Die Infrastruktur (Wasser, Strom) sei in der darunter liegenden Garage vorhanden. Der VVV-Vorsitzende ist überzeugt, dass der Werner-Pfingst-Platz keine Grünzone sei, sondern nur eine Wiese auf dem Deckel der Tiefgarage, der wegen seiner dünnen Erdschicht keine anspruchsvolle Bepflanzung zulasse.

Mit einer Pflasterung werde die Möglichkeit geschaffen, den Wochenmarkt (Dienstag und Freitag) vom Barbarossa- auf den Werner-Pfingst-Platz zu verlagern. „Dann wäre die 2004 umgebaute Südseite des Barbarossaplatzes an Sommertagen frei für eine komplette Terrassen-Gastronomie“, sagt Eiker. „Denn heute ist es so, dass sie an den beiden Markttagen ausgeschlossen ist.“ Doch auch an die, die keine Gastronomie wünschen und einfach nur in der Sonne sitzen wollen, ist gedacht. Eiker: „Zusätzlich sollen (bewegliche), nicht kommerzielle Bereiche zum Verweilen eingerichtet werden.“

Darüber hinaus könnte der Weihnachtsmarkt dort abgehalten werden – „um ihn unter den Bäumen stimmungsvoller zu gestalten“, wie Eiker bemerkt.

Der Vorsitzende betont, dass es sich bei seinem Vorstoß lediglich um Vorschläge handele. „Ich möchte niemanden bevormunden, nur die Diskussion für ein neues Platzkonzept anstoßen.“ Denn Bürger hätten ihn angesprochen und auf den schlechten Zustand des Platzes aufmerksam gemacht.

Jüngst hatte auch die linksrheinische Bezirksvertretung auf Anregung der CDU-Fraktion vorgeschlagen, die Südseite des Barbarossaplatzes attraktiver zu machen, weil das Grünzeug ungepflegt sei. Die Verwaltung hat sich dazu noch nicht geäußert.