Freund suchte Opfer aus Düsseldorf via Twitter
26.07.2010 | 16:24 Uhr 2010-07-26T16:24:00+0200
Düsseldorf.Am Sonntag hatte ein Freund von Elmar L. aus Düsseldorf via Twitter herauszufinden versucht, wie es dem 38-Jährigen geht. Am Montag erhielten Kollegen und Freunde des Anwalts die Nachricht: Elmar L. starb am Tunnel vor dem Loveparade-Gelände.
„loveparade - gerade ist die Pressekonferenz... immer noch alle Telefonummern besetzt.... das gibt’s doch gar nicht.“ Diese Kurznachricht sendete am Sonntagmittag ein Freund des Düsseldorfer Anwalts Elmar L. über den Mikrobloggingdienst Twitter in die Welt. Eine Stunde zuvor hatte „@trendsniffer“ in seiner Verzweiflung noch namentlich nach L. gesucht, von dem er seit der Loveparade nichts mehr gehört hatte. Am Montagmorgen erfuhren Freunde und Kollegen des Düsseldorfers erst aus den Medien: Elmar L. ist eines der 19 Opfer, die am Samstagnachmittag am Tunnel auf der Karl-Lehr-Straße ums Leben gekommen sind.
„Normales Arbeiten ist nicht möglich. Wir versuchen hier nur die Stellung zu halten“, berichtet eine Frau, die mit L. an der Düsseldorfer Friedrichstraße gearbeitet hat. Dort hatte der Single seine Anwaltskanzlei. Im Internet stellte der Fachanwalt für Arbeitsrecht seinen Werdegang und seine Fachgebiete vor: „1991-93 Wehrdienst (Reserveoffizier), während dieser Zeit Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen, 1993-2000 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn [...] Rechtsreferendariat in Düsseldorf, u.a. beim Amtsgericht (allgemeine Zivilabteilung), Bezirksregierung [...] Staatsanwaltschaft (Dezernat Wirtschaftsstrafsachen).“
„Wir sind alle im Schockzustand“
Elmar L.s Kollegen wussten von seiner Techno-Liebe, wussten, dass er die Loveparade in Duisburg besucht hat. „Aber erst heute Morgen“, so ein Mitarbeiter am Telefon, „haben wir Gewissheit erlangt. Das ist zutiefst traurig. Wir sind alle im Schockzustand. “ Nach Absprache mit den Eltern des Opfers geben seine Kanzlei und die Mitarbeiter anderer Anwaltsbüros im selben Haus keine weiteren Informationen über Elmar L. heraus. „Auch nicht, wenn hier 1000 Leute anrufen“, versichert der Mann am anderen Ende der Leitung „genervt“, wie er sagt.
Am Sonntagnachmittag hatte die Polizei Duisburg mitgeteilt, dass bei der Tragödie auf der Karl-Lehr-Straße elf Frauen und acht Männer getötet wurden, darunter elf Deutsche. Die acht ausländischen Opfer stammen aus Australien, den Niederlanden, China, Italien, Bosnien-Herzegowina und Spanien, die deutschen Opfer aus Gelsenkirchen, Münster, Düsseldorf, Castrop-Rauxel, Bad Oeynhausen, Bielefeld, Mainz, Lünen, Hamm, Bremen, Steinfurt und Osnabrück.
Die Angehörigen der Getöteten waren am Sonntag durch die Polizei beziehungsweise mit Hilfe der jeweiligen Konsulate benachrichtigt worden.
19:42
Sieh auf zu den Sternen.
Gib Acht auf die Gasse.
-Wilhelm Raabe-
www.loveparade2010doku.wordpress.com
00:44
#6 Klaus 0815 Du Blödes A..... was redest du da? Meine Freundin war koplett nüchtern! Es ist ein unerträgliches Leiden was ich jeden Tag mitkriege. Sie war so gut wie tot wurde 2x wiederbelebt. UNERTRÄGLICH und dann solche sinnfreien Kommentare!
12:07
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01:25
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00:49
#3 - Wird aber doch von manchen Menschen gerne so dargestellt. Das Sicherheitskonzept war gut, nur haben sich die betrunken, unter Drogen stehenden übermütigen Jugendlichen nicht an die Regeln gehalten.
(Wir haben heute aber wieder eine sehr hohe Kommentar-Verschwinderate hier auf derwesten.de?
20:32
Schöner Bericht - wunderbar auf das Niveau der Kollegen aus der BILD-Redaktion heruntergelassen. Es ist echt widerlich.
20:27
Muss man den Lebenslauf des Herrn zitieren?
20:13
@ Klaus0815
Mag daran liegen, dass nicht alle, die auf solche Veranstaltungen gehen zugleich mit dieser Szene zu tun haben.