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Freizeit-Oase Düsseldorf: Einfach abtauchen

18.02.2013 | 09:00 Uhr
Freizeit-Oase Düsseldorf: Einfach abtauchen
Das Hallenbad in Benrath war einst eines der größten in Deutschland. In den nächsten Jahren droht der Abriss.Foto: Sergej Lepke

Düsseldorf. Düsseldorf schwimmt: Im Vorjahr zählte die Bädergesellschaft über 1,94 Millionen Besucher, fast 220 000 davon im Freizeitbad Düsselstrand. Eine insgesamt beeindruckende Zahl.

Doch das allein wird die Probleme nicht lösen. Die Anlagen sind in die Jahre gekommen, die Energiekosten steigen so stark, dass gerade die Eintrittspreise erhöht werden mussten. Langfristig sind für die Modernisierung Dutzende Millionen Euro nötig. Von Abriss ist gar die Rede. Dabei hat (fast) jedes der acht öffentlichen Bäder seine eigenen Reize, für die sich ein Besuch allemal lohnt. Ein Überblick.

Der Düsselstrand ist das „Flaggschiff“, eine Freizeitoase mit allem drum und dran: Rutschen, Wildwasserkanal, Außen- und Erholungsbecken, Saunen. Beliebt bei jungen Familien. Vielleicht etwas zu beliebt. Zu manchen Zeiten ist das Bad proppenvoll, zumal Schwimmvereine dorthin ausweichen müssen, seitdem das Allwetterbad im Winter dicht ist. In den nächsten Jahren muss der Düsselstrand generalüberholt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.

Ein Geheimtipp ist das Hallenbad Unterrath. Die Anlage hat ein ähnliches Angebot wie der Düsselstrand mit Rutsche, Whirlpool und Außenbecken – der Standard ist einfach, dafür sind die Preise günstiger als im Düsselstrand. Die Sauna hat sich zu einer „Stammbank“ für die Bewohner um die Ecke entwickelt, sie ist auch Schwitzer-Treff für die Malocher des nahe gelegenen Sprinter-Werkes. Schade nur, dass sie aufgegeben werden soll. Das Bad, in dem es erst vor kurzem einen Wasserrohrbruch gab, sei zu alt für eine Sanierung. Das Management erwägt einen Abriss. Ein kleinerer Neubau soll als Ersatz hin – ohne Sauna!

Die Sauna im Hallenbad Oberkassel wurde bereits geschlossen. Das Bad selbst hat auch demnächst ausgedient – ein hässlicher Kasten - das einzige wirklich verzichtbare Bauwerk der Bädergesellschaft. Spätestens nach dem Neubau im Belsenpark rollen dort die Bagger an.

Auf der Abriss-Liste steht auch das Benrather Hallenbad. Eine Reparatur wäre angeblich zu teuer. Deshalb Neubau. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Es handelt sich deutschlandweit um eines der größten Hallenbäder aus der Adenauer-Ära. Schon fast ein Denkmal.

Zu welchem Erfolg eine liebevolle Restaurierung führen kann, zeigt die historische Münstertherme - die „Perle“ der Bädergesellschaft.

Die beste Sauna-Landschaft gibt es im Sportbad Niederheid - Erholung pur zu jeder Jahreszeit. Auf die große Schwimmhalle werden die Gäste im nächsten Jahr irgendwann verzichten müssen. Die Stahlträger rosten. Die Reparatur kostet vier Millionen. Voran geht es mit dem Rheinbad in Stockum. Es wird für 16 Millionen zum Sportleistungszentrum ausgebaut. Dagegen ist das jüngste Bad „Schwimm´ in Bilk“ nur eine kleine Nummer – in dieser zen-tralen Lage hätte das Bad eine Nummer größer ausfallen müssen.

Michael Mücke

Kommentare
18.02.2013
10:25
Freizeit-Oase Düsseldorf: Einfach abtauchen
von kleane | #1

Als ich vor 5 Jahren nch Düsseldorf gezogen bin, dachte ich, in Punkto Hallenschwimmbad erwartet mich hier das Modernste was Freizeitoasen zu bieten...
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2013-02-18 09:00
Düsseldorf