Frau stirbt bei Brand in Düsseldorf - Polizei glaubt an Mord

Beim Brand in einer Kleingartenanlage im Düsseltal ist in der Nacht zu Montag eine Frau gestorben. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.
Beim Brand in einer Kleingartenanlage im Düsseltal ist in der Nacht zu Montag eine Frau gestorben. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.
Foto: Feuerwehr Düsseldorf
Was wir bereits wissen
Beim Brand einer Gartenlaube ist eine Frau ums Leben gekommen. Feuerwehrleute konnten die 50-Jährige nicht mehr retten. Die Polizei geht von Mord aus.

Düsseldorf.. Tragischer Einsatz in der Kleingartenanlage an der Eduard-Schloemann-Straße im Düsseltal. Dort ist in der Nacht zu Montag eine 50 Jahre alte Frau beim Feuer in einer Gartenlaube ums Leben gekommen. Zunächst hatte die Feuerwehr vermutet, dass der Brand durch eine eine vorherige Verpuffung ausgebrochen war. Die Polizei sprach am Montagnachmittag dann von einem Mordverdacht. Nähere Informationen wollen die Ermittler am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgeben. Eine Mordkommission wurde aber bereits eingerichtet. Eine am Montag durchgeführte Obduktion erbrachte deutliche Hinweise für ein Tötungsdelikt. Derzeit versuchen die Beamten den Leichnam eindeutig zu identifizieren.

Laube brannte bereits in voller Ausdehnung

Als die ersten Feuerwehreinheiten kurz nach drei Uhr in der Kleingartensiedlung eintrafen, brannte die Laube bereits in voller Ausdehnung. Das Stahldach war zu diesem Zeitpunkt teilweise eingestürzt und auch große Teile der Gebäudemauern lagen auf der Laube, sowie um sie verteilt. "Die Temperatur war zu hoch und die Gefahr, dass weitere Bauteile einstürzen, war immer noch da", schildert Feuerwehrsprecher Tobias Schülpen die Lage am Einsatzort. Deshalb konnten die Retter selbst mit ihrer Schutzausrüstung nicht mehr in die Laube eindringen.

Feuerwehrleute mussten Mauerteile mit bloßen Händen wegräumen

Zunächst war unklar, ob sich noch Personen in dem Gartenhaus aufhielten, so Schülpen weiter. "Doch Angehörige berichteten dem Einsatzleiter, dass die Bewohnerin zuhause sein müsste." Nachdem die Feuerwehrleute die Flammen teilweise gelöscht hatten, durchsuchten sie das Haus. Die massiven, umgestürzten Bauteile erschwerten die Arbeiten extrem. Das schwere Stahldach musste zunächst zerschnitten werden, Mauerteile räumten die Feuerwehrleute mit bloßen Händen heraus. Als sie schließlich die Bewohnerin fanden, kam jede Hilfe zu spät.

Um die benachbarten Lauben in der Kolonie zu schützen, setzten die Einsatzkräfte außerdem einen Dachwasserwerfer ein, die Brandtemperaturen waren aber so hoch, dass auch eine zweite Laube in Mitleidenschaft gezogen wurde. Über mehrere Stunden fanden die Feuerwehrleute immer wieder Glutnester am Brandort. Erst rund sechs Stunden, gegen 9 Uhr, konnten die Einsatzkräfte einrücken. Auch mussten mehrere Gasflaschen gekühlt und zügig beiseite geräumt werden.

Die Einsatzleitung schätzt den Schaden auf rund 75.000 Euro. Bereits in der Nacht hatte die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aufgenommen, die den Brandort nun untersucht. (we)