Förderung für junge Filmemacher

Wim-Wenders-Stiftung: Zum zweiten Mal Projektförderung in Düsseldorf. Vier Vorhaben erhalten finanzielle Unterstützung.

Düsseldorf. Talente zu fördern scheint ihm eine Herzensangelegenheit zu sein - das wurde deutlich, als Wim Wenders die Stipendiaten der Wim-Wenders-Stiftung auszeichnete. In der charismatischen Kulisse der Filmwerkstatt hat der Düsseldorfer Regisseur vier Projekte aus 34 Anträgen ausgewählt. Insgesamt standen 100 000 Euro für den ebenfalls von der Film- und Medienstiftung unterstützten Preis zur Verfügung.

War Wenders noch bei der Eröffnung seiner Fotoausstellung im Museum Kunstpalast eher sperrig, zeigte er sich den Filmemachern gegenüber mit sympathischer Offenheit. „Junge Filmschaffende sollen so unterstützt werden, dass sie ihre Filmideen mit neuen Mitteln erzählen und die Bildsprache bereichern können“, betont Wenders. Da ist es nahezu folgerichtig, dass die Jury, zu der Petra Müller, Chefin der Filmstiftung NRW und Mirko Derpmann, Kreativdirektor von Scholz & Friends Agenda gehören, zwei Projekte auszeichnet, die als 3D Filme geplant sind. Mit fröhlichem Plauderton wies Wim Wenders dabei auf seine eigene Affinität zu dieser Technik hin.

40 000 Euro streicht „Die Laika-Kapsel“ von Dennis Todorovic und Christoph Mathieu ein. Die beiden haben eine Science Fiction Geschichte ersonnen. Sie besticht durch die verunsichernde Annahme, dass die Menschen, die in der Raumkapsel durch das All reisen, tatsächlich nur Humanoide seien. Die Liebesgeschichte zwischen einem gehörlosen Mädchens und einem jungen Mann erzählt „Freak City“ von Andreas Kannegießer und Birgit Stauber. Die beiden erhalten für ihr Projekt 25 000 Euro.

„I love Cyborgs“ ist ein weiterer Science Fiction Film, für den Stephan Bergmann 25 000 Euro bekommt. „Valentin Riedl erhält 10 000 Euro, weil er nur soviel beantragt hat“, verkündet Wenders, als er den vierten Stipendiaten vorstellt. Riedel will mit „Lost in Face“ einen Dokumentarfilm über das Phänomen der Gesichtsblindheit drehen.