Flughafen sucht Puppenmutter über Facebook

Sie ist blond, blauäugig - und bemitleidenswert. Denn leider ist ihr die Mama abhandengekommen: Püppchen „Heidi“ ist am Düsseldorfer Flughafen vergessen worden. Und der sucht nun im sozialen Netzwerk Facebook nach der rechtmäßigen Besitzerin.

Heidi – so haben die Mitarbeiter im Flughafen-Fundbüro die Puppe mit dem roten Kleidchen in Anlehnung an die Herstellerin „Heidi Hilscher“ getauft – trägt Fundnummer 61363. Sie ist am 22. März an der Sicherheitskontrolle des Flugsteigs A liegengeblieben. Eine Frau sei danach mit ihren zwei Kindern auf der Suche nach dem handgemachten Püppchen ins Fundbüro gekommen, schreibt der Airport auf seiner Facebook-Seite. Damals sei Heidi dort aber noch nicht abgegeben worden. Jetzt hofft der Flughafen, die Familie über das soziale Netzwerk wiederzufinden.

Innerhalb von drei Tagen ist das Posting mehr als 4500 Mal geteilt worden – und das nicht nur in NRW, sondern auch in Hessen, Rheinland-Pfalz, Bremen und Berlin. „Alle Daumen hoch für den Düsseldorfer Airport, finde ich gut, dass ihr das macht!!!“, kommentiert eine von vielen Nutzern. „Ich drücke die Daumen, dass sich der Besitzer der Puppe bei euch schnell meldet!“, eine andere.

Bis dahin werde Heidi im Fundbüro zärtlich umsorgt, versichert der Düsseldorfer Flughafensprecher Thomas Kötter: „Es geht ihr gut. Sie hat jedoch etwas Heimweh.“ Mehr als 50 Prozent der rund 6500 jährlich abgegebenen Fundstücke würden an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgehen, so Kötter. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass Heidi bald wieder in ihrem eigenen Puppen-Bettchen schläft.