Flughafen Düsseldorf soll am Donnerstag bestreikt werden

Am Düsseldorfer Flughafen ruft Verdi das Sicherheitspersonal zum Streik auf.
Am Düsseldorfer Flughafen ruft Verdi das Sicherheitspersonal zum Streik auf.
Foto: Tim Schulz (Archiv)
Was wir bereits wissen
In Düsseldorf und Köln-Bonn streikt am Donnerstag das Sicherheitspersonal der Flughäfen. Die Gewerkschaft Verdi will höhere Stundenlöhne durchsetzen.

Düsseldorf.. Fluggäste müssen am morgigen Donnerstag an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn wegen eines Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals mit spürbaren Einschränkungen des Flugbetriebs rechnen. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch an. Mit der frühzeitigen Ankündigung des Streiks will die Gewerkschaft den Fluggästen die Möglichkeit zum Umbuchen geben.

Die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Andrea Becker, betonte: "Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden ist der ganztägige Streik die letzte und ernste Mahnung an die Arbeitgeber, den notwendigen Schritt auf die Beschäftigten zuzugehen".

Lohnerhöhungen von bis zu 2,50 Euro gefordert

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe Lohnerhöhungen zwischen 1,50 Euro und 2,50 Euro pro Stunde. Die Sicherheitsbranche müsse tarifpolitisch neu aufgestellt werden, verlangte Becker. "Qualifizierte Arbeit und motivierte Beschäftigte an Flughäfen und in anderen sensiblen Bereichen kann man nur bei angemessenen Löhnen erwarten."

Bahn Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, Harald Olschok, hatte Verdi allerdings zuletzt eine "völlig unrealistische Tarifpolitik" vorgeworfen. Die Gewerkschaft habe die Bodenhaftung verloren.

Verhandlungen gehen im Februar weiter

Die nächste Verhandlungsrunde findet an Rhein und Ruhr am 5. Februar in Ratingen statt. In Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg verhandelt Verdi zurzeit ebenfalls für die Beschäftigten der Branche.

Am vergangenen Freitag hatte Verdi bereits das Sicherheitspersonal am Stuttgarter und am Hamburger Flughafen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Dort war es zu Gedränge und langen Warteschlangen gekommen. (dpa)