Flughafen-Chef Ludger Dohm umgarnt die Emirates-Chefs

„Wir haben hier Tagestemperaturen, bei denen sich unsere Gäste aus Dubai wohl sehr wohlfühlen“, sagte der Düsseldorfer Flughafen-Chef Ludger Dohm gestern Mittag. Es waren nicht die einzigen Worte, mit denen er seine Gäste aus den Arabischen Emiraten, allen voran dem europäischen Emirates-Chef und dem aus Dubai angereisten Vize-Chef der arabischen Airline, schmeichelte. „Heute ist ein besonderer Tag in der Geschichte des Flughafens Düsseldorf und für Nordrhein-Westfalen“, sagte Dohm. „Der Beginn des Linienverkehrs mit dem weltgrößten Passagierflugzeug – dem Airbus A380 – ist ein Ereignis, auf das sich unsere Region lange gefreut hat.“ Man sei Emirates „sehr dankbar, dass sie Düsseldorf auf die Karte der weltweiten A380-Stationen gesetzt hat“. Schließlich verbinde den Flughafen mit der Airline eine 14-jährige, enge und sehr erfolgreiche Partnerschaft“. Denn inzwischen hat die Fluggesellschaft Emirates mit zwei täglichen Verbindungen von und nach Dubai (mittags und abends) jährlich mehr als 400 000 Fluggäste in Düsseldorf. Die Marke von einer halben Millionen soll schon bald geknackt werden. Und in wenigen Monaten, so die Hoffnung der Emirates-Chefs, soll auch die Abendverbindung, die bisher von einer Boeing 777 bedient wird, mit dem erheblich größeren Airbus A 380 geflogen werden (siehe 1. Lokalseite).

Dass der zweistöckige Airbus A 380 durchaus ein imposantes Flugzeug ist, davon konnten sich gestern die Gäste des Erstflug-Events am Flughafen überzeugen. Aber auch die 1200 Schaulustigen auf der Besucherterrasse, die sich das Ereignis der Aufnahme des täglichen Liniendienstes des weltgrößten Passagierflugzeuges nach Düsseldorf nicht entgehen lassen wollten. Die Terrasse hatte damit das Maximum ihrer Besucher-Kapazität erreicht. Noch einmal mehrere Hundert Schaulustige standen auf den Dächern umliegender Parkhäuser und an den Flughafen-Zäunen um die Ankunft des Riesen-Fliegers zu sehen.

Zu den Highlights der A 380-Flieger von Emirates, die anders eingerichtet sind als die von Lufthansa, gehören beispielsweise Suiten und Duschen in der First-Class oder eine Bar. „Düsseldorf hat die längste Theke der Welt, wir haben die höchste Theke der Welt“, witzelte dann auch Thierry Antinori, Vize-Chef bei Emirates.

Dass das Konzept einer hervorragende Qualität zu einem guten Preis aufgeht, daran hat der Emirates-Mann keinen Zweifel: Sein Unternehmen setzt weiter auf Expansion, während europäische Airlines unter Kostendruck leiden.