Finanzchef der Uniklink legt Amt nieder

Die Uniklinik sucht einen neuen Finanzchef. Der Aufsichtsrat des Klinikums und der seit fünf Jahren amtierende Kaufmännische Vorstand, Matthias Wokittel, haben sich darauf verständigt, dass Wokittel sein Amt zum 31. Juli niederlegt. Die Trennung hatte sich seit Längerem abgezeichnet: Der Finanzchef war seit einigen Monaten offiziell krankgeschrieben, hinter vorgehaltener Hand war aber von erheblichen Differenzen die Rede. Nun heißt es aus Aufsichtsratskreisen, dass der Hauptgrund für die Trennung in unterschiedlichen Vorstellungen darüber liegt, wie die Uniklinik in eine wirtschaftlich stabile Zukunft geführt werden kann.

Man habe es sich nicht leicht gemacht, aber schließlich hielten es beide Seiten für zweckdienlich, sich einvernehmlich zu trennen, sagte dazu Peter Dominiak, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Bis zur Wiederbesetzung des Chefpostens leitet Thorsten Celary, stellvertretender Kaufmännischer Direktor, das Direktorat.

Hintergrund: Seit vergangenem Sommer ist Klaus Höffken neuer Ärztlicher Direktor der Uniklinik. Er hat das für 2014 erwartete Defizit von 15 Millionen Euro für 2014 auf zwölf Millionen Euro gedrückt. In zwei Jahren sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

Wokittel hatte 2010 die Nachfolge von Ines Manegold angetreten, von der sich die Uniklinik nach nur anderthalb Jahren getrennt hatte. Als Grund nannte der damalige Ärztliche Direktor Wo lfgang Raab „Dissonanzen hinsichtlich der strategischen Ausrichtung der Klinik“. Raab kündigte die Uniklinik wiederum im Herbst 2013. Grund: Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte zuvor Anklage gegen den Mediziner wegen des Verdachts der Untreue erhoben.