Feuerwehr befreit Katzenbaby aus unterirdischem Rohr

Am Montag wurde es von der Feuerwehr mit Sauerstoff versorgt (links), nach einer Nacht in der Tierklinik sieht das Katzenbaby schon etwas fitter aus.
Am Montag wurde es von der Feuerwehr mit Sauerstoff versorgt (links), nach einer Nacht in der Tierklinik sieht das Katzenbaby schon etwas fitter aus.
Foto: Feuerwehr Düsseldorf/Lesia Tierklinik
Was wir bereits wissen
Dachdecker hörten ein klägliches Wimmern und griffen zur Schüppe, um ein Katzenbaby zu retten. Am Ende wurde es ein Feuerwehreinsatz.

Düsseldorf.. Aufmerksame Menschen trugen dazu bei, dass Montag Nachmittag in Düsseldorf ein winziges Katzenbaby gerettet werden konnte. Dachdecker hatten auf einer Baustelle in Himmelgeist ein leises Wimmern bemerkt.

Und eine Anwohnerin hatte sich schon über das merkwürdige Verhalten der Mutterkatze gewundert, die um den eingeschossigen Bungalow streunte. Sie hatte das Tier zuvor samt Baby auf dem Dach gesehen.

Auf der Suche nach dem Tier öffneten die Dachdecker ein Regenrohr bis zum Boden, aber das Kätzchen war schon in die Abwasserleitung gerutscht. Die herbei gerufene Feuerwehr rief ihrerseits die Technikwache hinzu, die mit einer Endoskopkamera, wie sie auch zur Ortung von verschütteten Menschen genutzt wird, in das abknickende Rohr gucken konnte. Das Kätzchen lag einen Meter vom Anschlusspunkt des Regenrohres entfernt etwa 60 Zentimeter tief - mitten unter einem gepflasterten Gartenweg.

Mit vollem Körpereinsatz

Mit Hacke, Schaufel und Händen gruben die Einsatzkräfte das Abflussrohr frei, bevor sie das Rohr, in sicherer Entfernung zu dem Katzenbaby, mit einer Säge zerschnitten. Ein Feuerwehrmann krabbelte in die Grube, wo es ihm gelang, mit einer Hand das Tier zu erreichen und es behutsam aus dem Abflussrohr zu ziehen.

Das Kätzchen wurde zunächst mit Sauerstoff versorgt, gereinigt und dann weich verpackt in eine Tierklinik gebracht Von hier aus wird das Kätzchen wohl ins Tierheim gebracht.

Kätzchen kommt vermutlich ins Tierheim

Wem die Mutterkatze samt Nachwuchs gehört, ist unklar. Die Hausbesitzer gehen mit ihrem umgepflügten Gartenweg recht entspannt um. Laut Feuerwehr sind die tierlieben Menschen vor allem froh, dass das Kätzchen gerettet werden konnte. Kosten kommen auch nicht auf sie zu, Tierrettungseinsätze sind in Düsseldorf in der Regel nicht kostenpflichtig.

In der Lesia-Tierklinik liegt das Kätzchen - es ist übrigens ein Junge - auf improvisierten Wärmeflaschen: mit warmem Wasser gefüllte Handschuhe. Von oben wird das etwa zwei Wochen alte Tier mit Rotlicht bestrahlt. Alle zwei Stunden wird es gefüttert, berichtet Tierärztin Sarah Gornowitz. Ans Fläschchen muss es sich aber erst noch gewöhnen. Am Montag sei das Tier noch sehr schwach gewesen und stark unterkühlt, aber inzwischen gehe es dem Kätzchen schon besser, so dass es Dienstag Abend ins Tierheim kommen wird. (aka)