Austellungen
Farbenpracht bei der Nacht der Museen
14.04.2010 | 14:12 Uhr 2010-04-14T14:12:00+0200
Düsseldorf. Bald wird die Nacht wieder zum Tag gemacht: Am 8. Mai bricht die „Nacht der Museen“ in Düsseldorf an. In diesem Jahr gibt es ein rundes Jubiläum zu feiern, denn die Veranstaltung läuft inzwischen zum zehnten Mal. Erstmals geht die „Lange-Nacht-TV“ auf Sendung.
Ein Highlight der nächtlichen Düsseldorfer Kunstmeile ist diesmal der Ehrenhof, verrät Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. „Die Ausstellung ,Le Grand Geste’ im Museum Kunstpalast sollten sich die Besucher nicht entgehen lassen.“ Stichwort: Abstrakter Expressionismus mit besonderer Farbgewalt, von Jackson Pollock bis Jean Dubuffet - die große künstlerische Befreiung nach dem Krieg. Die ganz eigene Atmosphäre der Museumsnacht unterstreicht ab 21 Uhr ein Klang-Experiment der speziellen Art: Die Gruppe „ZEE“ lädt zur Jam-Session, aber nicht mit Gitarre und Bass, sondern mit i-Phones. Mithilfe spezieller Programme, sogenannten Apps, entlockt „ZEE“-Frontfrau Zaboura ihrem Telefon sphärische Klänge.
Live-Stream im Internet
Gewissermaßen intermedial präsentiert sich die Museumsnacht in diesem Jahr; so geht erstmals das „Lange-Nacht-TV“ auf Sendung. Live werden Bilder von den Ausstellungsorten ins Internet übertragen, wo sie per Live-Stream abrufbar sind. So wie etwa das Konzert der Düsseldorfer Kultband „Kreidler“, die ab 22 Uhr mit ihrer Mischung aus Electro und Rock am hell erleuchteten NRW-Forum aufspielen. „Es ist immer ein ganz besonderes Feeling am Ehrenhof“, findet Werner Lippert vom Mitveranstalter NRW-Forum.
Aber nicht nur am Ehrenhof spielt die Musik. Die ganze Stadt wird beseelt sein von Kunst und Kultur. Freunde der klassischen Moderne werden sich im K21 gut aufgehoben fühlen. „Silent Revolution“ heißt die Sammlungspräsentation im Ständehaus, die neue Perspektiven auf die Kunstsammlung ermöglicht. Das Filmmuseum widmet sich der Geschichte des Filmtricks. Passend zum Thema werden die Silhouetten-Filme Lotte Reinigers gezeigt, im Programmkino „Black Box“ laufen Streifen wie „King Kong“ oder „Alien“.
Auch kleinere Veranstaltungsorte sind reizvoll
Auch die kleineren Veranstaltungsorte machen erfahrungsgemäß den Reiz der Nacht aus. Etwa das „DamenundHerren“ in Bilk, Oberbilker Allee 35: Dort haben Mutige die Möglichkeit, den sogenannten Orgon-Akkumulator zu testen, der Lebensenergie bündeln soll. Von 19 bis 2 Uhr morgens haben die meisten der 44 teilnehmenden Museen geöffnet, alle wird man in dieser Zeit nicht besuchen können. „Vier bis fünf Programmpunkte schafft man immer. Es ist nur wichtig, dass man vorher überlegt, wo man hin möchte und dann seine Route plant“, rät Hans-Georg Lohe.
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Hoffentlich verdrängt die Rheinbahn nicht wieder die Tatsache, dass die Besucher aus den Randgebieten der Stadt nach Veranstaltungsschluss auch noch nach Hause möchten.