Faible für Kokolores

Hilden..  Am Dienstagabend ist es endlich soweit: An der Hinterseite des Steinhäuser-Centrums mit Blick in den Stadtpark öffnet das Kulturcafé „Mönch und Uschi“ seine Pforten. Geladen sind Freunde und Bekannte der beiden Gründer Simon Krebs und Laszlo Stamm. Ersterer ist als Entertainer und Autor bekannt, zweiterer seit vielen Jahren erfolgreicher Szene-Gastronom. Cheri McKinley und Suse Riemer, beides langjährige Freunde, sind sogar extra aus Wuppertal angereist.

Die Geburtsstunde beschreibt Krebs so: „Wir kennen uns seit 2002 und haben bei einem Gläschen Bier unsere Ideen auf einem Stück Papier zusammen getragen“. Wichtig ist für beide: Sie mögen es bunt und Menschen mit Herz und Hirn.

Und so soll auch das Konzept der gemeinsamen Kneipe sein. Es wird gesungen und gelesen, es wird viel gelacht und gefeiert. Und zwischendurch gibt es was zu Essen. Der Name stand schnell fest, denn ein Mönch und Uschi kommen in den Romanen von Simon Krebs vor.

„Der Standort Hilden ist eher ein Zufall“, verrät Stamm. Mit der Lage sind beide Inhaber sehr zufrieden. Sie ist zentral, aber dennoch leicht abseits und bietet im Sommer viel Platz für Außengastronomie. Von Dienstag bis Sonntag ist zwischen 11 Uhr und 1 Uhr geöffnet. Ab dem Frühjahr soll es Kaffee und Kuchen geben. Montags ist zwischen 17 und 23 Uhr offen, allerdings nur für Teilnehmer der jeweiligen Kulturveranstaltung. Neben Literatur steht auch Kabarett auf dem Programm.

Weltenbummler Krebs

Ihren Faible für Kokolores, wie sie es nennen, zeigt sich sowohl in der Dekoration als auch in der Speisen- und Getränkekarte. „Alle Einrichtungsgegenstände stammen von Auflösungen, so dass wir für die Deko keinen Cent bezahlt haben“ berichtet Weltenbummler Krebs. Er hat 40 Länder bereist und sammelt in einem großen Seecontainer allerlei Schätze von seinen Reisen.

So wie der antike Schlitten, den ein Inhaber eines spanischen Restaurants auf den Müll werfen wollte. „Jedes Teil hat seine persönliche Geschichte“ erzählt er weiter, und so können die Gäste sicherlich noch manches Kuriose entdecken.

Neben Klassikern wie Bier vom Fass, Cola oder Saftschorlen gibt es auch „echte“ Spezialitäten. So wie die „Sol Mate“, eine Limonade aus Südamerika. Oder der „Mönch Uschi-Aperitif“ mit rotem Weinbergpfirsich, Prosecco und Limette. Ein echtes Erlebnis! Wer experimentierfreudig ist, auf den warten „Cincinatti“ (Pils mit Ginger Ale) oder Hansi – eine Premiumvariante des Gin Tonic zu Ehren von James Last. Für den Hunger gibt es Gulasch, Flammkuchen oder Tapas.

Wer sich über aktuelle Veranstaltungen informieren möchte, ist auch der Homepage www.moenchunduschi.de richtig und kann auch gleich die passende Smartphone-App herunterladen.