Ex-Messe-Chef Schoop und seine Frau feiern Gnadenhochzeit

Messechef Werner Dornscheidt (links) nutzte die Gelegenheit, dem Ehepaar Schoop zu gratulieren.
Messechef Werner Dornscheidt (links) nutzte die Gelegenheit, dem Ehepaar Schoop zu gratulieren.
Foto: Messe
Was wir bereits wissen
70 Jahre sind Kurt Schoop, Ex-Chef der Messe-Geschäftsführung, und seine Frau Liselotte verheiratet. Für die Messe hat er eine große Rolle gespielt.

Der ehemalige Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, Kurt Schoop, und seine Frau Liselotte feierten gestern im engsten Familienkreis ihren 70. Hochzeitstag an ihrem Altersruhesitz in Travemünde. „70 gemeinsame Jahre – was für ein Geschenk“, freut sich Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, in Anspielung auf die Tradition, das 70. Ehejubiläum auch „Gnadenhochzeit“ zu nennen. „Das gesamte Team der Messe Düsseldorf gratuliert dem Ehepaar Schoop von ganzem Herzen. Wir freuen uns, dass sie diesen Tag erleben dürfen und wünschen ihnen noch weitere glückliche gemeinsame Jahre.“

Dornscheidt, selbst beruflicher „Ziehsohn“ des Jubilars, erinnert zum 70. Hochzeitstag an die große Rolle, die Kurt Schoop für die Entwicklung der Messe Düsseldorf gespielt hat. „Kurt Schoop hat für das deutsche Messewesen im Allgemeinen und für die Messe Düsseldorf im Speziellen immens viel geleistet. Er hat unsere Gesellschaft geprägt, oft Neues gewagt. Auch deshalb sind wir heute an der Spitze der internationalen Messewelt.“ Ein solches Engagement über Jahrzehnte hinweg sei aber ohne Unterstützung des privaten Umfelds kaum möglich gewesen, meint Dornscheidt. „Deshalb ein großes Dankeschön an Lilo Schoop“.

Als Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Düsseldorfer Messegesellschaft Nowea war Kurt Schoop ab 1967 der Motor für den Bau des neuen Messegeländes im Norden der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. In nur 907 Tagen Planung und Bauzeit entstand während seiner Amtszeit das seinerzeit modernste Messegelände der Welt.

Denken und handeln

Die 1971 in Betrieb genommenen Messehallen setzten über viele Jahrzehnte Maßstäbe in der Messe-Architektur und wurden weltweit oft kopiert. Schoops streng marktorientiertes Denken und Handeln legte den Grundstein für das erfolgreiche Fachmessekonzept des Messplatzes Düsseldorf und ihre Nr. 1 Position in der Veranstaltung von Investitionsgütermessen. Zugleich stellte Schoop die Weichen für die zunehmende Internationalisierung der Unternehmensgruppe. Begonnen hatte der langjährige Vize-Präsident der Messeweltorganisation Ufi, Paris, seine berufliche Laufbahn 1947 bei der Edeka-Zentralorganisation in Hamburg. Dort wurde er als Werbeleiter auch der Begründer von Nahrungs- und Genussmittelmessen – den Vorläufern der heutigen Anuga.

Einmalig im Messewesen

1954 wechselte er als Protokollchef in die Konzernleitung der Friedrich Krupp GmbH in Essen. 1964 wurde er Krupp-Verkaufsdirektor Inland, 1966 Geschäftsführer der Friedrich Krupp Universalbau, bevor er 1967 zur Messe Düsseldorf kam – der damaligen Düsseldorfer Messegesellschaft Nowea.

1984 übergab Schoop die Führung in Düsseldorf an seinen langjährigen Stellvertreter Claus Groth und wechselte – damals einmalig im deutschen Messewesen – in den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Nach seinem Austritt aus der Messe Düsseldorf und diversen Beratungsaufgaben wurde Schoop im Alter von 70 Jahren vom Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Kurt Biedenkopf, nach Leipzig berufen.

Hochrangige Auszeichnungen

Als Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH gelang es ihm von 1990 bis 1991, marktorientiertes Denken zu etablieren, das heutige Messeprogramm zu implementieren und den Neubau des Leipziger Messegeländes voranzutreiben. Der architektonisch beachtliche Bau wurde 1996 eröffnet und zählt zu den modernsten Messe- und Kongresszentren weltweit.

Heute ist Kurt Schoop Ehrenmitglied des Aufsichtsrates der Leipziger Messe GmbH. Seine Verdienste um die deutsche und internationale Messewirtschaft wurden durch zahlreiche hochrangige Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem durch das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Verdienstorden NRW und Sachsen und die Ehrenmedaille der Stadt Leipzig.