Eva Padberg kam mit Bob und guter Laune

Sah die nicht mal ganz anders aus? Ja, Top-Model Eva Padberg hat ihren Look verändert, ist heute nicht nur brünett, sondern trägt jetzt auch einen kürzeren Bob mit Pony – und bis aufs letzte Härchen perfekt frisiert. Anders wäre auch komisch, immerhin ist sie an diesem Wochenende als Gesicht der Marke Wella auf der Messe Top Hair, bewirbt deren neues Konzept „Couture Color“. Was sie durchaus überzeugend macht – schließlich müsse sie heute nur noch mit Kunden arbeiten, deren Produkte sie mag, sagt sie: „Ich will die Sachen mit gutem Gewissen empfehlen. Das ist angenehmer, als wenn man heimlich im Bad die Konkurrenzprodukte nutzen müsste.“

Am Vorabend des Messe-Auftritts war noch Zeit für einen Besuch im Medienhafen, wo sie in der Meerbar gegessen hat („Richtig gut.“). Geshoppt hat das Model in der Landeshauptstadt dagegen noch nicht, kennt die Kö vor allem, weil sie bei früheren Düsseldorf-Besuchen (hier lief sie ihre erste Hugo-Boss-Schau) in den dortigen Luxushotels übernachtet hat: „Wenn ich dann zwischen Terminen mal Zeit habe, schaue ich mir lieber ein bisschen was an.“

Padberg – die übrigens auch aus der Nähe und ohne Photoshop schön ist – gehört zu den Models, die man nicht nur anschauen, sondern denen man auch zuhören mag, weil sie ebenso eloquent wie entspannt ist. Letzteres vielleicht, weil der Model-Job mit Mitte 30 nach einem anderen Takt funktioniert. Da stehen nicht mehr große Laufsteg-Shows im Mittelpunkt, und damit nicht mehr ständige Reisen zwischen den Metropolen der Welt. „Mir gefällt das besser als früher. Ich kann gut planen und finde so die Zeit für die anderen Dinge, die ich mache.“ Das sind etwa ihr karitatives Engagement (beispielsweise für Unicef), die Moderation des TV-Modemagazin „InStyle“, vor allem aber die Musik, die sie mit ihrem Ehemann Niklas Worgt (alias Dapayk) macht. „Die nimmt für mich einen hohen Stellenwert ein“, sagt sie: „Wir haben im vergangenen Jahr viele Gigs zusammen gespielt. Seit unserem letzten Album trauen wir uns mehr, uns wirklich als Musiker zu bezeichnen.“ Immerhin war es anfangs nicht leicht, als Model elektronische Musik zu machen und ernstgenommen zu werden: „Inzwischen ist das anders.“

Und auch jenseits der Club-Bühnen sie heute mehr Zeit für ihren Mann, mit dem sie seit fast zwei Jahrzehnten zusammen ist. „Wir sind da ein komisches Pärchen, machen fast alles zusammen – sogar unseren wöchentlichen Termin beim Personal Trainer.“ Darüber sei sie aber froh – immerhin habe sie ihren Mann früher, in der Zeit des ständigen Unterwegsseins, oft vermisst und vieles nicht mit ihm teilen können. „Heute sehen wir uns vermutlich sogar mehr als viele Paare, die klassische 9-to-5-Jobs haben.“