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Showgeschäft

„Es gibt nichts, was ich nicht kann...“

23.10.2012 | 16:28 Uhr
„Es gibt nichts, was ich nicht kann...“
So kennt man ihn seit mehr als 50 Jahren: Als Strahlemann des deutschen Showgeschäfts ist Roberto Blanco immer gut draufFoto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.   Roberto Blanco ist mit seinen 75 Jahren fit wie früher – und gibt sich im NRZ-Interview auch sellbstbewusst wie eh und je. Derzeit steht der Sänger und Schauspieler im Musical  „Kein Pardon“ im Düsseldorfer Capitol Theater auf der Bühne.

Er ist 75 Jahre alt. 75 Jahre, die man Roberto Blanco nicht anmerkt. Seit Jahrzehnten begeistert er nun schon sein Publikum, ist seit 1957 aus dem deutschen Show-Geschäft nicht mehr wegzudenken. Derzeit steht Roberto Blanco, der mit seiner neuen Frau in Salzburg lebt, im Musical  „Kein Pardon“ im Düsseldorfer Capitol Theater auf der Bühne, spielt dort den fiesen Showmaster Heinz Wäscher. Mit der NRZ plauderte Roberto Blanco im Hotel Nikko über...

Düsseldorf:

„Ich liebe diese Stadt“, sagt er. Bereits 1958, kurz nach dem Start  seine Showkarriere in Deutschland, war er das erste mal in unserer Stadt. „Damals war hier noch vieles kaputt, Kriegsschäden waren noch zu sehen“, erinnert sich Roberto Blanco. „Heute ist Düsseldorf eine moderne, liebenswerte Stadt.“ An vielen Fernseh-Sendungen hat er in der alten Philipshalle teilgenommen, gab hier Konzerte, war engagiert für Karnevalssitzungen und Firmen-Galas.

World-Team-Cup:

„Fast immer habe ich hier zugeschaut und die ganz großen des Welt-Tennis gesehen“, sagt Tennis-Fan Blanco. „Ich freue mich, dass das Turnier auch nächstes Jahr weiter geht. Der Rochus-Club hat eine wunderschöne Atmosphäre, und auch die Art, wie der Club das Turnier ausrichtet, gefällt mir – es ist alles so familiär.“ Weniger schöne Erinnerung: Als das Turnier wegen schlechten Wetters in die Eissporthalle umziehen musste. „Das hat gezogen wie Hechtsuppe, ich habe mir da eine dicke Erkältung geholt.“

Musical „Kein Pardon“:

Musical
„Ich bin ein kubanischer Hesse“

Ein bisschen Zeit muss sein. Es dauert in der Garderobe. Und so sind die Schnittchen ein wenig angewärmt, als das neue Darsteller-Paar des Musicals „Kein Pardon“ im Theatercafé erscheint. Groß und schräggeföhnt der eine, klein und aufgetufft der andere, hinterher trottet der unvermeidliche...

„Ich mach hier nicht den Hessen und babbel kein Hessisch“, sagt er - und setzt sich damit von Heinz Schenk, dem Original-Schauspieler in Hape Kerkelings Film, und auch Rollen-Vorgängern wie Dirk Bach ab. Die Rolle bezeichnet er als „perfekt für einen Allround-Künstler wie mich“: „Ich kann singen, tanzen, schauspielern – das macht mir großen Spaß.“ Und er fügt selbstbewusst hinzu: „Es gibt nichts, was ich nicht kann.“

Dirk Bach:

Er ist an dem Tag gestorben, als Roberto Blanco zum ersten Mal im Capitol auf der Bühne stand. „Er war ein toller Kollege, ich habe am Ende meiner ersten Aufführung an ihn erinnert.“ Im Capitol, wo Dirk Bach seit über Monate als Heinz Wäscher auf der Bühne stand, gab's eine Schweigeminute. Leise fügt Roberto Blanco: „Aber das Leben geht weiter...“

Essen:

„In Düsseldorf gibt's viele gute Restaurants“, sagt er. Wenn er hier ist, geht er ins Akropolis oder die Dschunke in der Charlottenstraße, mag auch den Libanesen in der Altstadt. Wichtig für ihn: Hier stimmen Preis und Leistung noch. Auch im Altstadt-Lokal Schiffchen ist der Entertainer oft zu treffen.

Alt-Bier:

„Gelegentlich gönne ich mir ein Bier, wie heute Mittag“, erzählt Roberto Blanco. Wenn er in Düsseldorf ist, gibt's nur Alt und nichts anderes. „Obwohl mir einmal ein schlimmer Fehler passiert ist“, lacht er: „Nach einer Woche für Dreharbeiten in Köln war ich abends mit Freunden in Düsseldorf und habe im Uerige ein Kölsch bestellt. Ich habe mich einfach vertan, zumal die Rivalität ja nicht in mir steckt. Ich habe mich später beim Köbes entschuldigt...“

Weitere Projekte:

Bis 13. Dezember steht er im Capitol theater in Düsseldorf auf der Bühne, wo er für insgesamt 20 Vorstellungen verpflichtet wurde. Zwischendurch geht's im November nach New York. „Hier nehme ich mit einer Big Band eine neue Jazz- und Swing-CD auf“, gerät Blanco ins Schwärmen. „So was kann man nur in New York machen.“ Die CD, auf der auch zwei Titel auf Deutsch sein werden, kommt im März auf den Markt.“ Am 14. Dezember fliegt Roberto Blanco mit seiner Frau nach Argentinien, wo er auf die MS Europa geht. Während einer Südamerika-Kreuzfahrt wurde er für die Weihnachts- und Silvester-Galas an Bord gebucht.

„Sie sehen, ich habe immer ein volles Programm", erzählt der sympathische Entertainer.

Vielleicht ist es das, was den 75-.Jährigen so jung und fit hält...

Götz Middeldorf

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Kommentare
24.10.2012
21:10
„Es gibt nichts, was ich nicht kann...“
von MKVertreter | #3

Ein Egomane durch und durch...Schon lange kein Sympathieträger mehr.

24.10.2012
19:55
„Es gibt nichts, was ich nicht kann...“
von la.heterosexual | #2


Das so viel Aufhebens um einen viertklassiken "Künstler" gemacht wird, kann ich absolut nicht verstehen.

24.10.2012
15:27
„Es gibt nichts, was ich nicht kann...“
von Plem | #1

Flughafen:

"Am Flughafen lasse ich mich immer selbst ausrufen", feixt Roberto Blanco. "Dann weiß jeder, daß ich hier bin." Und prompt schauen sich alle Leute nach ihm um. Am meisten freut ihn dann der direkte Kontakt mit freundlichen Menschen, die ihn mit dem Zeigefinger an der Stirn herzlich grüßen. "Das ist über all die Jahrzehnte gleich geblieben", sagt er und schließt: "So schnell ändern sich die Menschen nicht."

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