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Arbeitsmarkt

Es gibt fast 3000 offene Stellen

01.06.2010 | 17:56 Uhr

Düsseldorf.Es geht aufwärts - zumindest in Düsseldorf, und hier schneller als im Umland.

Mit mehr als 40 Millionen Euro hat die Arbeitsagentur bisher der Wirtschaft geholfen, um in der Krise mit Kurzarbeitergeld und anderen Stützen die Kündigungen gering zu halten. Das wirkt sich nun aus: Die Arbeitslosenquote liege mit 9,4 Prozent auf einem Niveau wie vor der Krise im Mai 2008, freut sich Agenturchef Peter Jäger. Zudem gibt es wie immer im Frühjahr mehr Stellenangebote.

40 Millionen Euro

Die 40 Millionen, so Jäger, „sind auch ein Beitrag, den Wirtschaftsstandort Düsseldorf zu stärken, denn die Unternehmen konnten so ihre Fachkräfte halten. Wir haben in Düsseldorf einen hervorragenden Branchenmix, dadurch war die Stadt nicht so stark von der Krise betroffen wie das Umland“, analysiert Jäger.

Doch noch immer sind 25 000 Kurzarbeiter in 900 Betrieben registriert. Allein 7000, so Jäger, beim Daimler-Sprinter-Werk. „Die Krise ist nicht überwunden, aber wir sind übern Berg“, so Jäger optimistisch. Hoffnung auf einen Aufschwung vermittelt die Zunahme von Stellen.

2890 neue Jobs wurden allein im Mai angeboten. Unter den insgesamt 5900 gemeldeten Stellenangeboten sind neben Büroberufen (928) auch 491 Jobs im Gesundheitswesen, vorwiegend in der ambulanten Pflege. Aber auch der Einzelhandel zieht an mit 448 Einzelhandelskaufleuten und Verkäuferinnen. Gefragt sind neben Ingenieuren (209) auch wieder Schlosser und Mechaniker (343) sowie Metallbearbeiter (187). Allerdings erledigen laut Agentur größere Unternehmen die steigenden Aufträge zunächst noch durch Mehrarbeit.

Wärmeres Wetter und die Fußball-WM würden auch der Gastronomie einen Aufschwung bescheren, meint Jäger.

Die Bilanz trüben die Langzeitarbeitslosen: „Drei Viertel aller Arbeitslosen werden von den Argen betreut“, beziehen also Hartz IV. Knapp 21 600 Hartz IV-Beziehern stehen lediglich 7031 kurzfristig Arbeitslose gegenüber, Nur 654 Menschen schafften es im Mai, von Hartz IV in den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln. Allerdings haben sich insgesamt 4059 bei der Arge abgemeldet - allein 1022 in eine Ausbildung, eine Arbeitsvorbereitung, oder ein Job-Training.

Jo Achim Geschke

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