Erfolgreiche Bilanz – aber neue Schäden in Düsseldorf

Doris Törkel und Mitstreiter im Golzheimer Rheinpark.
Doris Törkel und Mitstreiter im Golzheimer Rheinpark.
Foto: Baumbach
Was wir bereits wissen
Neun Monate nach „Ela“ zieht das Gartanamt der Stadt ein Resumee zur ersten Planzsaison. Indes sind 250 weitere Bäume durch „Nilkas“ gefallen.

Düsseldorf..  Gut neun Monate nach „Ela“ zieht die Stadt eine Bilanz zur ersten Pflanzsaison. Bereits 1200 Bäume wurden in Düsseldorf neu gepflanzt, davon 1000 Straßenbäume. Zahlreiche neue Linden, Platanen oder Amberbäume fanden aber auch auf Friedhöfen oder in Parkanlagen wie dem Rheinpark Golzheim ihren Platz.

Ebendort bot sich vor drei Wochen den Parkbesuchern ein beeindruckendes Bild, als mit Bagger und Kran zwölf so genannte XXL-Bäume angekarrt wurden, um sie dort zu pflanzen. Die grünen Giganten mit einem Stammumfang von rund 65 Zentimetern und einer Höhe von bis zu zehn Metern waren zuvor rund 45 Jahre in der Baumschule gewachsen.

45 Jahre gewachsen

Normale Stadtbäume wachsen hingegen nur etwa 25 Jahre, bevor sie gepflanzt werden.

Die neu gepflanzten Bäume sind übrigens mit bunten, stützenden Straßenböcken gekennzeichnet, die nach drei Jahren wieder entfernt werden, damit der Baum alleine weiter wachsen kann. „Das ist auch als Signal an die Bürger zu verstehen, dass es nach Ela nämlich weiter geht“, so Törkel. „Wir haben die erste Pflanzsaison nach ‘Ela’ im Sprint gemeistert und es geschafft, rund 1200 Bäume zu pflanzen“, fügt die Gartenamtsleiterin hinzu. „Wenn man bedenkt, dass wir in kürzester Zeit aufräumen, planen, Baumgruben vorbereiten, Bäume heranschaffen und pflanzen mussten, ist das eine herausragende Leistung aller Beteiligten.“

Während das Gartenamt gestern also diese erfreuliche Bilanz zog, gibt es durch Sturm „Niklas“ weitere Schäden zu beklagen. Traurig: Rund 250 Bäume sind am Dienstag gefallen. Dazu gab es einige Sachschäden an benachbart stehenden Gebäuden oder an Grabsteinen auf Friedhöfen.

Die meisten Bäume „erwischte“ der Sturm im Forst. Dort wurden rund 200 Bäume geknickt, die Hälfte davon Nadelgehölze. Rund 20 Bäume davon standen im Wildpark. Die Aufräumarbeiten in Grafenberg sind laut Stadt so gut wie abgeschlossen, so dass heute wieder geöffnet sein wird.

Auf den städtischen Friedhöfen fielen insgesamt 15 Bäume dem Sturm zum Opfer. Auf dem Friedhof Stoffeln wurde zudem das Kapellendach beschädigt. Gleichzeitig beschädigte die herabstürzende Krone eines Ahorn dort mehrere Grabsteine. Alle Friedhöfe sind jedoch, nachdem sie vorsorglich geschlossen worden waren, heute wieder zugänglich.

In den Parkanlagen bilanziert das Gartenamt im Schlosspark Benrath den Verlust von mehreren Bäumen im Parkwald (Boskett). Am Dammsteg stürzte in der Kleingartenanlage ein Baum auf das Vereinsheim.