„Enttäuscht und fassungslos“

Langenfeld..  Enttäuscht und fassungslos über die nun beschlossene Reduzierung der Notfallpraxen, doch gleichzeitig hoffnungsvoll und kämpferisch aufgrund weiterhin bestehender Möglichkeiten einer Fortführung des wichtigen Notfallangebotes in Langenfeld zeigte sich Bürgermeister Frank Schneider gestern Morgen über die Nachricht der Versammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Sie folgte der Empfehlung des Notfalldienstausschusses, die Notfallpraxen von derzeit über 80 auf insgesamt 41 zu reduzieren. Davon betroffen ist auch die Langenfelder Notfallpraxis.

Der Beschluss beinhaltete aber auch eine sogenannte Öffnungsklausel, die den Betrieb zusätzlicher Notfallpraxen über die 41 hinaus ermöglichen würde, wie der Langenfelder Mediziner Hans-Peter Meuser als Mitglied der KVN dem Bürgermeister gestern in einem Gespräch versicherte. Der Bürgermeister dankte bei dieser Gelegenheit Meuser und den Ärzten vor Ort, die sich für diesen Kompromiss eingesetzt haben.

„Damit besteht die Aussicht darauf, dass wir auch künftig eine Praxis am Standort Langenfeld vorhalten können“, so der Bürgermeister. Frank Schneider sieht sich darin bestätigt, dass es sinnvoll war und ist, mit guten Argumenten und im Sinne der Patienten aus Langenfeld für die Notfallpraxis zu kämpfen. Die Öffnungsklausel ist für den Bürgermeister bereits ein Teilerfolg.

„Dies ist allerdings erst der Anfang unseres Kampfes für den Erhalt einer Notfallpraxis in Langenfeld, denn es gilt nun zu erörtern, in welcher Form und welchem Umfang eine solche Dependance hier umzusetzen wäre und vor allem, wie es mit der Versorgung der jüngsten Patienten weitergeht“, sieht der Langenfelder Bürgermeister künftig noch jede Menge Bedarf an Überzeugungsarbeit in den relevanten Gremien.