Eklat bei Rheinbahn - Gäste boykottieren Känguru-Boxkampf

Boxkampf mit einem Känguru: Diese "Showeinlage" sorgte für Kopfschütteln in Düsseldorf.
Boxkampf mit einem Känguru: Diese "Showeinlage" sorgte für Kopfschütteln in Düsseldorf.
Foto: Archiv: dpa
Was wir bereits wissen
Darf es sich ein Zuschussbetrieb wie die Rheinbahn leisten, für ein Mitarbeiterfest 300 000 Euro auszugeben? Deshalb stand die Vorstands-Etage in der Kritik. Doch auch beim Fest selbst lief nicht alles glatt. Da sorgte nämlich ein Boxkampf mit einem dressierten Känguru für heftiges Kopfschütteln.

Düsseldorf.. Ein gutes Betriebsklima ist wichtig. Keine Frage. Doch darf es sich ein Zuschussbetrieb wie die Rheinbahn leisten, für ein Mitarbeiterfest 300 000 Euro auszugeben? Wegen dieser Summe stand die Vorstands-Etage deshalb in der Kritik. Doch auch beim Fest selbst lief nicht alles glatt. Da sorgte nämlich ein dressiertes Känguru für heftiges Kopfschütteln bei so manchem Rheinbahner.

Das feine Swiss Hotel in Neuss bot am Freitag und Samstag die Bühne für die Feierlichkeit mit jeweils mehreren Tausend Mitarbeitern. Die Höhner spielten, ebenso Brings und Schlager-Dino Graham Bonney, der seine Hits von damals schmetterte und für Stimmung sorgte.

Känguru bei Rheinbahn-Mitarbeiterfest

Rhein-Bahn-Boss Dirk Biesenbach versorgte die Gäste höchstpersönlich mit Eis. In mehreren Sälen lockten verschiedene Büffets mit Spezialitäten verschiedener Nationen. Doch einen Programmpunkt quittierten einige Rheinbahner mit heftigem Kopfschütteln. Denn eine Gauklertruppe präsentierte ein leibhaftiges Känguru.

Als Höhepunkt war geplant: ein Boxkampf mit dem Beuteltier, das stattliche zwei Meter misst. Und tatsächliche lieferten sich einige Darsteller einen Faustkampf mit dem australischen Hüpfakrobaten. Daraufhin verließen einige Gäste angewidert den Saal.

Eklat bei Rheinbahnfest

„Das muss ja nun wirklich nicht sein. Solche Darbietungen gehören nicht mehr in unsere Zeit“, kommentierte eine 42-jährige Busfahrerin. „Unmöglich: Das ist ein ganz eklatanter Verstoß gegen den Tierschutz. Das arme Känguru macht den Eindruck, als hätte es vorher Pillen schlucken musste“, echauffierte sich ein Kollege und erntete kollektives Kopfnicken von seinen Nachbarn.

In der Tat: Für 300 000 Euro hatten die meisten Besucher wohl etwas anderes erwartet als eine Truppe von Hintertreppen-Gauklern, die ein Känguru vorführen, um vermeintlich lustige Zirkus-Nummern darzubieten. (rüff)