Eine lebensbedrohende Erkrankung

40 Prozent der Bevölkerung schnarchen – Frauen sind ebenso betroffen wie Männer, sie machen allerdings etwas andere Geräusche im Schlaf, die man nicht unbedingt als „Schnarchen“ identifiziert. Interessante Informationen von Dr. Hartmut Grüger, der am Lesertelefon von NRZ und Rhein Bote zum Thema Schnarchen informierte. Die Gründe fürs Schnarchen sind vielfältig: Manche Menschen schnarchen nur bei zu viel Alkoholkonsum oder wenn sei auf dem Rücken schlafen.

Doch Schnarchen ist nicht nur gefährlich für die Beziehung sondern vor allem für die Gesundheit. Es kann gefährliche Atemaussetzer verursachen, den Sauerstoffgehalt im Blut verringern und so zu Bluthochdruck, Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Fazit: Die sogenannte Schlafapnoe ist eine lebensbedrohende Erkrankung. Sie erkennt man durch lautes Schnarchen und Atmungs-Stopps oder Atemaussetzer während des Schlafs. Den Patienten selbst sind diese Kennzeichen oft aber nicht bewusst. Und auch nicht sofort jedem Hausarzt. „Viele Hausärzte erkennen das Problem nicht sofort“, sagt Dr. Grüger. Oft würden sogar Schlafmittel verschrieben, die das Schnarch-Problem verschärfen.

Doch auch schon bei geringen Schnarchen sollte ein Facharzt konsultiert werden. In Düsseldorf gibt es etwa zehn Ärzte, die auf Schnarchen und Atemstillstände (Apnoen) spezialisiert sind, das sind sogenannte Somnologen.

Damit sich Ärzte einen ersten Eindruck bilden können, bekommt der Schnarcher für eine Nacht ein Monotoring-Gerät. Das wird beim Schlafen gertragen, zeichnet Herzfrequenzen, Atempausen, Schlaflagen und den Sauerstoffgehalt im Blut auf. Wird das Gerät am nächsten Tag ausgelesen lässt sich schnell feststellen, ob das Schnarchen eher harmlos ist, ob ein schwerwiegendes Problem vorliegt, ob und welche Therapien durchgeführt werden müssen. Möglicherweise können auch Untersuchungen in einem Schlaflabor folgen.