Eine Gala für alle
10.03.2009 | 19:01 Uhr 2009-03-10T19:01:00+0100Intendant Christoph Meyer eröffnet seine erste Saison mit einer großen Gala - übertragen auf den Burgplatz.
Was seine künstlerischen Pläne betrifft, hält Christoph Meyer dicht. Dann lächelt der 48-jährige sibyllinisch. Verraten wird nichts, kein Wort vom Spielplan, nicht vor Mai. Dafür, dass der neue Opernintendant gestern im Schlossturm saß, beidseitig behütet von Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Eva Maria Illigen-Günther, Chefin der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, gab es andere Gründe. In Bayreuth hat er sich's abgeschaut, nun bringt Meyer zum Auftakt seiner ersten Saison am 29. August die Kunst auf den Burgplatz.
Bis zu 10 000 Menschen sollen die Eröffnungsgala der Oper via Leinwand erleben, mit Star-Aufgebot, Moderator Harald Schmidt und Feuerwerk. Meyers Wahlspruch: Oper für alle. Einstiegsmotto: „Wir sind ja krankhaft optimistisch.”
Womit sich Meyer, vormals Betriebsdirektor der Oper Leipzig, schon für das Rheinland qualifiziert. Ob er keine Angst vor einem Zuviel an Popularität hat, wurde er gefragt. Meyer verneint. Er fühlt sich dem kritischen Opernpublikum gewachsen. „Es ist mir wichtig, dass wir auf die Menschen zugehen”, betont er. „Unsere Türen stehen weit offen.” Publikumswirksame Aktionen seien auch weiter geplant. Auf die Leute zugehen lautet das Gebot der Stunde.
Stars der Gala sind Deborah Polaski, Peter Seiffert und Neil Shicoff, mit ihnen geben sich seitens der Oper Nataliya Kovalova, Jeanne Piland, Andrej Dunaev, Tomasz Konieczny und Hans-Peter König die Ehre. Das Programm besteht aus Highlights und einem Ausblick auf die Spielzeit. Neben Schmidt moderiert Dr. Eckart von Hirschhausen, beide sollen pendeln. Während die Gala in die City übertragen wird, gibt es nach der Vorstellung das Feuerwerk via Leinwand im Opernhaus zu sehen. Die Burgplatzbühne soll ausgerichtet wie das Open-Air-Kino den prallen Rheinblick bieten.
Illigen-Günther hatte die Prospekte in der Hand. Auf der Tourismusbörse in Berlin wird sie mit der Gala werben. Rund 500 Stühle könnten auf dem Burgplatz Platz finden, schätzt sie, „für die, die nicht gut stehen können.” Das wird ein Zuschussgeschäft, räumt Meyer ein, aber eines, das sich lohnt. „Ich will doch Interesse wecken. Jeder soll sehen, was wir in der Oper machen.”
Gala am 29. August, 20 Uhr. Kartenverkauf ab 7. Mai.
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Eine ganz hervorragende Idee. Passt sicher besser zu Düsseldorf als Autorennen auf der KÖ.