Ein Magnet für Shopping-Touristen

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Was wir bereits wissen
Eine aktuelle IHK-Studie belegt eindeutig : Düsseldorf liegt als Einkaufs-Metropole für Auswärtige ganz weit vorne.

Düsseldorf..  Dieses Image haftet der Stadt schon lange an. Jetzt wird es schwarz auf weiß bestätigt. Düsseldorf ist ein Magnet für Shopping-Touristen. Das belegt eine Studie der Industrie- und Handelskammer, die gestern präsentiert wurde. Befragt hat die IHK dazu vom 13. bis 26. August 2014 mehr als 1500 Touristen sowie Händler, Dienstleister, Gastronomen und Hoteliers in der Düsseldorfer Innenstadt.

Die Untersuchung zeigt einerseits, warum Gäste in die Landeshauptstadt kommen, von wo sie anreisen und wie viel Geld sie hier lassen. Zudem belegt sie die Strahlkraft der Einkaufs-Metropole, deckt Standortvor- und -nachteile auf und gibt Empfehlungen, die Shopping-Stadt noch attraktiver zu gestalten.

Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, zum Einkaufen nach Düsseldorf zu kommen. „Der Großteil ist vor allem vom Waren- und Geschäftsangebot, von Qualität und Vielfalt beeindruckt. Das ist in der Tat ein Magnet-Effekt“, sagt Ulrich Biedendorf, Leiter der Abteilung Handel bei der IHK. 42 Prozent der befragten Besucher kamen aus NRW, 25 Prozent aus anderen Teilen Deutschlands und 33 Prozent aus dem Ausland. Davon wiederum die meisten aus den Niederlanden, Großbritannien und Belgien. 75 Prozent der Touristen kaufen Kleidung, 40 Prozent Schuhe. Dafür lassen sie durchschnittlich 220 Euro springen, die internationalen Besucher sogar über 400 Euro.

Neben der guten Erreichbarkeit schätzen die auswärtigen Gäste die kurzen Wege zwischen Altstadt, Kö und Schadowstraße als auch die hohe Aufenthalts-Qualität in der Stadt. Häufig wird der Einkaufsbummel mit einem Altstadt- und Restaurantbesuch verbunden. Noch ein positives Zeichen: 90 Prozent der Befragten würden Düsseldorf als Einkaufsstadt uneingeschränkt weiterempfehlen. Hierbei gilt die Kö zwar als besonderes Markenzeichen, doch die Mehrzahl setzt auf die Vielfalt. Die Liste der meistbesuchten Geschäfte führt Primark an vor H & M sowie Peek und Cloppenburg.

Doch es gilt auch Defizite aufzuzeigen. Das größte Manko sind die Baustellen in der City. „Es ist gut, dass es sich dabei nur um ein temporäres Problem handelt und viele Bagger verschwinden werden, wenn die Wehrhahnlinie in Betrieb geht“, sagt IHK-Marketing-Experte Sven Schulte. Handlungsbedarf sieht die Kammer auch in der Vermarktung der Shopping-Metropole. Das bisherige Marketing ziehe nur einen ganz kleinen Teil der Einkaufs-Besucher an. Das kann man als Seitenhieb auf die städtische Marketing- und Tourismus GmbH verstehen, deren Geschäftsführerin Eva-Maria Illigen-Günther ohnehin auf der Kippe steht.

Weitere Vorschläge der IHK: Ein Fußgängerleitsystem vom Hauptbahnhof bis zum Rhein schaffen. Auch soll’s mehr Grün, mehr Bänke und öffentliche Toiletten geben.